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Französisch in Primarschule bald passé?

Franz-Voci büffeln soll man im Kanton St. Gallen erst ab der Oberstufe – zumindest wenn es nach FDP-Kantonsräten geht. Das sagt nun die Regierung zum Vorstoss mit Beteiligung aus der Region.

Agentur
sda
19.02.25 - 09:56 Uhr
Linthgebiet
Oberstufe statt Primarschule: St. Galler FDP-Politiker wollen, den Französischunterricht von der Primarschule entnehmen.
Oberstufe statt Primarschule: St. Galler FDP-Politiker wollen, den Französischunterricht von der Primarschule entnehmen.
Bild Keystone

Wie in den Kantonen Appenzell Ausserrhoden oder Zürich ist nun auch in St. Gallen die Diskussion über Sinn und Zweck von Frühfranzösisch lanciert worden. Die drei FDP-Kantonsratsmitglieder Raphael Frei, Ruth Keller-Gätzi und Brigitte Pool aus Uznach haben in einem Vorstoss vorgeschlagen, den Französischunterricht von der Primarschule in die Oberstufe zu verschieben.

FDP-Kantonsratsmitglied aus Uznach: Brigitte Pool will Französischunterricht von der Primarschule weghaben.
FDP-Kantonsratsmitglied aus Uznach: Brigitte Pool will Französischunterricht von der Primarschule weghaben.

Sie wollen wissen, ob die Regierung bereit sei, «dieses heisse Eisen» bei der laufenden Totalrevision des Volksschulgesetzes anzufassen. Es sei an der Zeit, «einige Fehlentwicklungen zu korrigieren».

In ihrer Antwort verweist die Regierung auf die Interkantonale Vereinbarung über die Harmonisierung der obligatorischen Schule (Harmos-Konkordat). Dort sei der Unterricht der ersten und zweiten Fremdsprache festgelegt worden.

Prüfungsfach an der Kantonsschule

Im November 2008 hätten die Stimmberechtigten dem Konkordat zugestimmt. Seither werde im Kanton ab der dritten Klasse Englisch und ab der fünften Klasse Französisch unterrichtet.

Würde Französisch auf die Oberstufe verschoben, müsste sichergestellt werden, dass die Grundkompetenzen am Ende des elften Schuljahres trotzdem erreicht würden, so die Regierung. Französisch sei aktuell Prüfungsfach an weiterführende Schule wie der Kantonsschule.

Sie erachte es derzeit nicht als sinnvoll, den Französischunterricht «im Alleingang» ganz auf die Oberstufe zu verschieben. Sie sei aber bereit, im Rahmen des Harmos-Konkordats «eine mögliche Verschiebung der zweiten Fremdsprache auf die Oberstufe aufzugreifen».

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