Mountainbike-Strategie auf gutem Weg
Mit der St. Galler Mountainbike-Strategie geht es voran. Die Politik will durchgehende und attraktive Routen im Kanton. So sieht der Stand der Dinge aus.
Mit der St. Galler Mountainbike-Strategie geht es voran. Die Politik will durchgehende und attraktive Routen im Kanton. So sieht der Stand der Dinge aus.
Immer mehr fahren Mountainbikes. Doch das Angebot an passenden Routen, sogenannten Trails, bleibt gleich. Das will der Kanton ändern. Darum hat die Regierung eine Mountainbike-Strategie ausgearbeitet. Angedacht ist, dass sich Bikerinnen und Bikern sowie Wandernden die Wege teilen. Ziel der Strategie ist, mit einem guten Wegnetz und Signalisationen die Velofahrten zu kanalisieren, damit der Schutz der Natur gewährleistet wird.
Das stösst auf Anklang: Die vorberatende Kommission des Kantonsrates erkennt die Notwendigkeit der Strategie und befürwortet die Stossrichtung der angedachten Massnahmen, heisst es in einer Mitteilung der St. Galler Staatskanzlei vom Freitag. Fragen zum Unterhalt und zur Haftung hätten geklärt werden können.
«Die Kommission hat keine Änderungen zur Botschaft der Regierung verlangt», sagt Kommissionspräsident Bruno Dudli (SVP) auf Anfrage der Nachrichtenagentur Keystone-SDA. Dementsprechend folge die Kommission auch bei Fragen rund um den Unterhalt und der Haftung der Regierung.
In der Botschaft der Regierung zur Mountainbike-Strategie vom Oktober 2024 hiess es dazu, dass für den Unterhalt der Wege grundsätzlich die Gemeinden und nicht die Grundeigentümer zuständig sind. Zudem sollen nur «atypische, fallenartige Gefahren» entschärft werden müssen. Bei Unfällen könnten etwa Behörden nur dann haftbar gemacht werden, wenn «elementarste Sorgfaltspflichten» verletzt wurden, erklärte Dudli diesbezüglich.
Kantonsrat beschäftigt sich demnächst mit der Strategie
Die Mountainbike-Strategie sieht vor, dass die signalisierten Routen bevorzugt auf nicht befestigten Strassen und Wegen verlaufen, wie die Regierung bereits im Sommer 2024 mitgeteilt hatte. Sie sollen einen möglichst hohen Anteil an schmalen Pfaden, sogenannten Singletrails bieten.
Die Wege sollen von Wandernden und Mountainbikern grundsätzlich gemeinsam genutzt werden. Es gelte das Koexistenz-Prinzip, teilte die Regierung damals mit. Sie argumentierte mit der haushälterischen Nutzung des Bodens.
Der Kantonsrat berät in der kommenden Frühjahrssession zum ersten Mal über die Vorlage. Eine zweite Lesung ist voraussichtlich im Sommer 2025. (sda/lz)
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