Trumps Zollpolitik erhöht Nachfrage bei Ostschweizer Exporten
Die US-Zollpolitik hat bei hiesigen Exportfirmen zu einem kurzfristigen Nachfrageschub geführt. Und überdeckt damit die Schattenseiten des Zollstreits.
Die US-Zollpolitik hat bei hiesigen Exportfirmen zu einem kurzfristigen Nachfrageschub geführt. Und überdeckt damit die Schattenseiten des Zollstreits.
Vier mal im Jahr veröffentlicht die Industrie- und Handelskammer (IHK) St. Gallen-Appenzell und die St. Galler Kantonalbank ihr Konjunkturboard für die Ostschweiz. In der jüngsten Einschätzung der wirtschaftlichen Lage, welche am Donnerstag veröffentlicht wurde, zeigt sich: Die handelspolitischen Turbulenzen schlagen sich allmählich auf den Geschäftsgang der Ostschweizer Unternehmen nieder.
Vor dem Inkrafttreten der neuen US-Zölle profitierten gewisse exportorientierte Unternehmen jedoch von Vorzieheffekten, weil US-Unternehmen ihre Lager vor den drohenden Zöllen nochmals auffüllten, wird Céline Koster zitiert. Sie ist Konjunkturexpertin bei der St.Galler Kantonalbank.
Die Erwartungen zur Entwicklung der Geschäftslage seien jedoch für die kommenden Monate merklich getrübt worden. Dies hänge stark vom weiteren Verlauf des internationalen Zollstreits ab. Zwei Drittel der Ostschweizer Industrieunternehmen berichteten gemäss Konjunkturboard von einer überdurchschnittlich grossen Unsicherheit.
Der binnenorientierte Teil der Ostschweizer Wirtschaft zeige sich bisher stabil. Von einer zufriedenstellenden bis positiven Geschäftslage berichteten die Unternehmen aus dem Baugewerbe, dem Detailhandel und aus weiteren Dienstleistungsbranchen.
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