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Wie weiter mit dem Freibad im Lido Rapperswil? Stadtrat stellt Standort infrage

Das Lido bleibt das Sorgenkind der Stadtplanung von Rapperswil-Jona. Nun liegen die Ergebnisse einer Umfrage in der Bevölkerung vor – diese erstaunen. Und der Stadtrat überrascht mit einer neuen Idee.

Linth-Zeitung
27.11.25 - 22:00 Uhr
Linthgebiet
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Bleibt vorerst eine Brache: Bevor der Stadtrat auf dem Lido-Areal ein neues Projekt aufgleist, steht anderes im Fokus.
Bild: Archiv

Gleich mehrfach sind Neubauprojekte für ein Bad im Lido Rapperswil gescheitert. Darum führte der Stadtrat von Rapperswil-Jona letzten Sommer eine Bevölkerungsumfrage durch. 4159 Rückmeldungen gingen bei der nicht repräsentativen Befragung ein. Wie die Stadt mitteilt, hat sich seither der Stadtrat intensiv mit der Badesituation und der Zukunft des Areals Lido auseinandergesetzt. Jetzt präsentiert er das weitere Vorgehen.

In der Umfrage sprach sich offenbar eine Mehrheit der Teilnehmenden für ein Freibad und ein Hallenbad sowie zusätzlich für die Sanierung der bestehenden Lehrschwimmbecken aus. «Aufgrund der finanziellen Ausgangslage und nachdem die Bürgerschaft den Bau eines kombinierten Frei- und Hallenbads an der Urne 2024 abgelehnt hat, hält es der Stadtrat derzeit nicht für zielführend, ein neues Hallenbadprojekt anzustossen», steht in der Mitteilung.

Schwimmbecken im Stampf?

Hohe Priorität für den Stadtrat hat jedoch die Realisierung eines Freibads – nach der Schliessung des Freibads Lido im Jahr 2022. Um eine möglichst rasche und finanziell verantwortungsvolle Lösung zu finden, hat sich der Stadtrat auch die Frage nach alternativen Standorten gestellt. Mit einer Machbarkeitsstudie will er nun abklären, ob das Strandbad Stampf mit einem Schwimmbecken erweitert werden kann.

Neben der technischen Machbarkeit möchte der Stadtrat prüfen, ob sich ein Schwimmbecken als Bestandteil des bestehenden Strandbades günstiger und schneller realisieren liesse als ein Neubau im Lido. Für den Bau eines neuen Freibades strebt der Stadtrat eine Lösung an, die einerseits den Bedürfnissen der Bevölkerung entspricht. Andererseits muss ein solches Projekt aber auch der finanziellen Realität angepasst und wirtschaftlich verantwortbar sein.

Masterplan Lido bleibt – vorerst

Der Stadtrat hat sich im November auch mit dem 2024 erlassenen Masterplan Lido befasst und diese langfristige Planungsgrundlage überprüft. Er hat beschlossen, zum jetzigen Zeitpunkt am Masterplan festzuhalten, jedoch den Planungshorizont bis ins Jahr 2055 zu verlängern. Diese langfristige Entwicklungsstrategie ermöglicht Planungssicherheit für alle Beteiligten, sie soll jedoch regelmässig auf ihre Umsetzbarkeit überprüft werden.

Da die finanzielle Lage umsichtige Prioritätensetzung verlangt, setzt der Stadtrat mittelfristig auf realistische Etappen statt auf grosse Neuprojekte. Für das Freibad will er deshalb «pragmatisch» prüfen, welche Lösungen zügig und wirtschaftlich umsetzbar sind. Gleichzeitig bleibt mit dem Festhalten am Masterplan eine langfristige Entwicklungsstrategie im Areal Lido bestehen.

Insgesamt ist der Stadtrat überzeugt, mit dieser langfristigen Planung die Weichen zu stellen, damit sich die Stadt auch in den nächsten Jahrzehnten weiterentwickeln kann und sich die Bedürfnisse der Bevölkerung erfüllen lassen.

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