×

Nullnummer gegen Paradiso: Der FCRJ bestraft Ausrutscher nicht

Linth-Zeitung
16.02.25 - 16:11 Uhr
Linthgebiet
schuss_marchand
Kein Erfolg: Der FCRJ mit Yannick Marchand spielt gegen Paradiso unentschieden.
Bild Chris Melo

von Elmedin Hasanbasic

Fast 85 Minuten lang passiert im Grünfeld nicht viel. Doch dann wird die Schlussphase eingeläutet: Auf ein aberkanntes Tor folgte ein Pfostentreffer und eine 14-minütige Nachspielzeit mit Wechsel-Wirrwarr und einem indirekten Freistoss im Fünfmeterraum.

Die Ausgangslage

Bei sonnigen Minustemperaturen im heimischem Grünfeld empfing der FCRJ mit dem FC Paradiso einen besonders zähen Gegner. Die Rollenverteilung war eine klare: Das Heimteam schielte darauf, weiter Boden auf die Spitzengruppe gutzumachen, die Gäste hingegen wollten den 16. Platz – an der Grenze zum Abstiegsstrich – endlich verlassen.

Das Spiel

Für Spektakel ist Paradiso nicht bekannt, denn 15 erzielte Tore sind Ligatiefstwert. Umso strukturierter ist dafür die Defensive. Mit einer Fünferabwehr und weiteren drei defensiv orientierten Mittelfeldspielern verteidigen die Gäste leidenschaftlich und dicht massiert. Die engen Räume und die holprige Unterlage liessen es dem FCRJ kaum zu, gepflegte Kombinationen aufzuziehen. Die besten Chancen waren folglich Weitschüsse. Rijad Salijis Freistoss (17.) und Noé Boums Weitschuss (53.) zischten nur ganz knapp am Pfosten vorbei.

Deshalb ist es bis kurz vor der regulären Spielzeit ruhig, ehe eine unterhaltsame Schlussphase eingeläutet wurde. Zuerst traf Neuzugang Timon Näpfer zur vermeintlichen Führung, die wegen eines vorangehenden Foulspiels aberkannt wurde. Minuten später schepperte es auf der anderen Seite. Ex-FCRJ-Spieler Merlin Hadzi traf per direktem Eckball nur den Aussenpfosten. Im anschliessenden Konter verpasste es Schiedsrichter Jonathan Monnin, Ex-FCRJ-Akteur Oan Djorkaeff aufgrund eines taktischen Fouls mit der zweiten Gelben Karte des Platzes zu verweisen. 

Richtig hoch gingen die Emotionen in der 14-minütigen Nachspielzeit. Unglaubliche sechs Minuten nahm Paradiso bei einem Dreifachwechsel von der Uhr, weil weder der Schiedsrichter, der Assistent noch die Spieler selbst zu wissen schienen, wer und wie viele Spieler nun ein- oder ausgewechselt werden. Der zweite Grund für die lange Nachspielzeit: Paradisos Goalie Yannis Pala nahm im Fünfmeter einen Rückpass auf – indirekter Freistoss für den FCRJ. Die Bank der Gäste tobte. Doch Rijad Saliji scheiterte kurz vor dem Schlusspfiff kläglich an der auf der Torlinie aufgestellten Sieben-Mann-Mauer. 

Das Fazit

Der FCRJ verpasst es, die Ausrutscher von Kriens und Breitenrain auszunutzen. Weil Biel gegen Vevey gewinnt, liegen die Rosenstädter nun neu sechs Punkte hinter der Tabellenspitze.

Kommentieren
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Könnte euch auch interessieren
Mehr zu Linthgebiet MEHR