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Ein Tor per Schlittschuh bringt die Entscheidung: Die Lakers verlieren das erste Duell gegen Ambri

Die Rapperswil-Jona Lakers verlieren das erste Play-In-Duell gegen Ambri-Piotta mit 1:2. Das entscheidende Tor sorgt bei den Lakers für Reklamationen – weil es umstritten ist.

Südostschweiz
04.03.25 - 23:59 Uhr
Linthgebiet
Hockey: HC Ambri Piotta – SC Rapperswil-Jona Lakers
Hartes Duell: Die Lakers verlieren das Hinspiel gegen Ambri mit 1:2.
Bild Andrea Branca / Keystone

Es ist nicht die Nachricht, die die Fans der Rapperswil-Jona Lakers vor dem ersten Play-in-Duell gegen den HC Ambri-Piotta hören wollen: Topskorer Malte Strömwall fehlt den Rosenstädter am Dienstagabend krankheitsbedingt. Dafür kehrt Verteidiger Inaki Baragano wieder ins Line-up der Lakers zurück, nachdem er in der letzten Partie gegen den HC Davos wegen einer Verletzung nicht mittun konnte.

Früher Rückstand der Lakers

Was wiederum der Blick auf die Aufstellung von Ambri bereits erahnen lässt, zeigt sich schon früh im Spiel. Die erste Sturmlinie der Leventiner mit Chris DiDomenico, Philippe Maillet und Dominik Kubalik ist brandgefährlich. Immer wieder kommt das Trio zu vielversprechenden Abschlüssen. Die Lakers halten zwar tapfer dagegen, müssen nach rund zwei gespielten Minuten aber bereits das erste Gegentor hinnehmen.

Dieses erzielt aber nicht etwa ein Spieler der besagten Tessiner Topformation, sondern Inti Pestoni. Der Flügelspieler kann beinahe ungestört aus der Ecke in den Slot vor Lakers-Goalie Melvin Nyffeler laufen. Dieser vermag sich nicht genug schnell zu verschieben und muss zusehen, wie Pestoni die Scheibe über seinen Schoner ins Netz lupft. 1:0 Ambri, die Gottardo Arena steht ein erstes Mal Kopf.

Eine sofortige Reaktion der Lakers bleibt aus. Dennoch kommen die Gäste vom Obersee vermehrt zu guten Chancen und haben zur ersten Pause mehr als doppelt so viele Torschüsse abgegeben als ihre Gegner.

Den Lakers fehlt die Konsequenz

Vor dem ersten Pausentee jubelt Ambri dann doch noch einmal. Manix Eric Landry erwischt einen Abpraller vor Nyffeler aus der Luft und schlägt ihn über die Linie. Sein Jubel fällt aber gering aus, denn auch er weiss, dass sein Stock bei dieser Aktion viel zu hoch ist. Das sah auch der Schiedsrichter, der das Tor sofort abwinkt. Somit bleibt es vorerst beim Stand von 1:0 zugunsten der Gastgeber.

An diesem Resultat ändert sich auch im Mittelabschnitt nichts. Die Lakers zeigen sich zwar bemüht, dies zu ändern, wollen aber gleichzeitig nicht zu viel riskieren. Es zählt ja bekanntlich das kombinierte Ergebnis aus Hin- und Rückspiel. Für die 6640 Zuschauenden vor Ort gestaltet sich die Partie so ausgeglichen. Beide Teams kommen zu Chancen, auch wenn die absoluten Hochkaräter fehlen. Rapperswil-Jona fehlt am Schluss stets die nötige Konsequenz, um den Ausgleich zu erzielen. Janne Juvonen im Ambri-Tor strahlt dafür umso mehr Sicherheit aus.

Die beste Möglichkeit der Partie gehört Valentin Hofer im Mittelabschnitt. Er kann nach einem genialen Pass von Baragano alleine aufs Tor ziehen. Hofer wird allerdings im letzten Moment noch von Jesse Zgraggen gestoppt. So verabschieden sich die beiden Teams auch in die zweite Pause beim Stand von 1:0 für Ambri.

Das Tor mit dem Schlittschuh

Egal welche Worte Lakers-Headcoach Johan Lundskog in dieser Pause an seine Spieler gerichtet hat, sie zeigen ihre Wirkung. Denn gerade mal eine Minute ist im Schlussdrittel gespielt, da kommt Baragano an der blauen Linie an die Scheibe. Der 23-Jährige zeigt, weshalb er für den SCRJ so wichtig ist und erzielt den 1:1-Ausgleich. Die Gäste scheinen das Momentum in den folgenden Minuten an sich zu reissen. Gleich mehrere Male können sie sich in der Offensivzone festsetzen.

Knapp sechs Minuten vor Spielschuss dann der Nackenschlag: Vor Nyffeler bildet sich ein Getümmel und plötzlich liegt die Scheibe im Tor. Nach einem Abschluss von Jesse Virtanen kommt zuerst Miles Müller an den Abpraller. Nyffeler lässt erneut abprallen, sodass der Puck André Heim vor die Füsse fällt. Die Scheibe prallt darauf vom Schlittschuh des Ambri-Stürmers ab und kullert über die Linie. Die Lakers reklamieren sofort, sie wollen eine Kick-Bewegung gesehen haben. Die Schiedsrichter schauen sich die Szene noch einmal auf Video an und kommen zum Schluss, dass die Bewegung von Heim zu wenig aktiv gewesen ist, um das Tor aberkennen zu müssen. Somit liegt Ambri kurz vor Spielende erneut in Führung. Die verbleibende Zeit reicht den Lakers nicht mehr zum Ausgleich.

So endet das erste Play-In-Duell zwischen Ambri und den Rapperswil-Jona Lakers also mit 2:1 zugunsten der Tessiner. Es ist der erwartete harte Kampf zwischen den beiden Teams, die sich auf Augenhöhe begegnen. Am Donnerstag liegt es somit an den Lakers, mit mindestens zwei Toren Vorsprung zu gewinnen, um ihre Saison verlängern und in die nächste Play-In-Runde einziehen zu können.

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