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Ein ärgerlicher Rückschlag für die Lakers in Kloten

Linth-Zeitung
24.02.25 - 09:24 Uhr
Linthgebiet
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Die Partie innerhalb von 160 Sekunden auf den Kopf gestellt: Klotens Stürmer Harrison Luc Schreiber bezwingt in der 39. und 41. Minute Lakers-Goalie Melvin Nyffeler zwei Mal hintereinander.
Bild Patrick B. Krämer / Keystone

von Pascal Zingg

Im Kampf um einen Platz in den Play-ins gilt für den SCRJ grundsätzlich: Verlieren verboten! Immer wieder betont man aufseiten der Lakers deshalb, dass die letzten Spiele der Qualifikation bereits eine Art Play-off-Spiele seien. Dass diese Tatsache nicht von ungefähr kommt, zeigte sich in der Schlussminute, als die Klotener Bank völlig unnötig den Helm von Gian-Marco Wetter zertrümmerte. Ein weiteres Beispiel lieferte auch Emil Djuse, der den Schiedsrichtern derart heftig die Meinung geigte, dass er von den Unparteiischen 24 Sekunden vor dem Ende wegen unsportlichen Verhaltens unter die Dusche geschickt wurde.

Special Teams machten den Unterschied

Vorausgegangen war diesen Szenen ein knappes Spiel, in dem sich der EHC Kloten die Vorteile vor allem im Powerplay sichern konnte. So waren es Harrison Schreiber und Axel Simic, die im letzten Drittel je eine Überzahl nutzen und die Klotener so mit zwei Längen in Führung bringen konnten. «Kloten hatte heute die besseren Special Teams. Wir waren zu oft auf der Strafbank. Zudem konnten wir unsere Überzahlspiele nicht in Tore ummünzen», analysierte Tyler Moy. Es war für den amerikanisch-schweizerischen Doppelbürger ein schwacher Trost, dass sein Team in der 57. Minute auch noch ein Tor in Überzahl markieren konnte. Obwohl die Lakers danach noch eine gute Ausgleichschance hatten, kam dieser Treffer zu spät.

Hatten die Klotener das Spiel im letzten Drittel durch ihr Powerplay entschieden, hatten die Rapperswiler bei personellem Gleichstand lange Feldvorteile. Begünstigt wurden sie dabei durch das frühe Tor von Valentin Hofer. Der Stürmer konnte bereits nach 127 Sekunden einen Schuss von Nardella zum 1:0 ablenken. Was den Rapperswiler danach fehlte, war ganz offensichtlich der zweite Treffer. «Diesen zu erzielen war nicht einfach. Bei personellem Gleichstand haben sich die Teams grössten Teils neutralisiert. Zudem gab es immer wieder Strafen, die den Rhythmus gebrochen haben», erkannte Moy.

Kloten nutzte die Fehler der Lakers aus

Gerade zum Ende des zweiten Drittels zeigte sich aber auch, dass der EHC Kloten an diesem Nachmittag das effizientere Team war. So konnte Harrison Schreiber in der 39. Minute einen Pass von Igor Jelovac erobern und alleine auf Melvin Nyffeler ziehen. Dem Stürmer gelang damit nicht nur der Ausgleich, nein, er entfachte auch den Glauben des Publikums, was seinem Team neue Energie gab.

Tyler Moy Stürmer SCRJ Lakers

Angestachelt vom eigenen Anhang und entfesselt durch die beiden Powerplay-Tore, konnten die Klotener das Momentum im letzten Drittel derart auf ihre Seite zwingen, dass den Rapperswilern nur mehr das Nachsehen blieb. Statt die wichtigen Punkte mitzunehmen, musste man sich an der Tatsache festhalten, dass man eines der besseren Auswärtsspiele der Saison gezeigt hatte. «Das Resultat ist nicht, was wir wollten, trotzdem haben wir einiges richtig gemacht», erkannte auch Tyler Moy. Der Stürmer sprach damit an, dass der SCRJ die Fortschritte der letzten Spiele weiterziehen konnte. So verteidigte man auch heute kompakt und konnte seine Leistung über 60 Minuten durchziehen.

Dass man trotz dieser Fortschritte die Punkte liegen liess, führte aber dazu, dass man im Kampf um die Play-ins wieder auf fremde Hilfe angewiesen ist. Für die beiden Spiele am Donnerstag in der Ajoie und am Samstag zu Hause gegen Davos gilt deshalb einmal mehr: Verlieren verboten!

Kloten – Rapperswil-Jona Lakers 3:2 (0:1, 1:0, 2:1)
6908 ​Zuschauende. – SR: Stricker/Magnusson, Schlegel/Huguet.
Tore: 3. Hofer (Nardella, Alge) 0:1. 39. Schreiber 1:1. 41. (40:43) Schreiber (Powerplaytor) 2:1. 50. Simic (Aberg/Powerplaytor) 3:1. 57. Nardella (Moy/Powerplaytor) 3:2 (ohne Torhüter).
Strafen: 5-mal 2 plus 5 Minuten (Schreiber) plus Spieldauer (Schreiber) gegen Kloten, 6-mal 2 plus 10 Minuten (Djuse) plus Spieldauer (Djuse) gegen SCRJ Lakers.
Kloten: Waeber; Niku, Profico; Grégoire, Wolf; Sataric, Steve Kellenberger; Sidler; Ojamäki, Morley, Audette; Aberg, Smirnovs, Schreiber; Simic, Schäppi, Meyer; Derungs, Diem, Weibel; Meier.
Rapperswil-Jona Lakers: Nyffeler; Baragano, Maier; Capaul, Djuse; Jelovac, Nardella; Henauer; Strömwall, Rask, Jensen; Moy, Fritz, Wetter; Dünner, Albrecht, Lammer; Hofer, Taibel, Alge; Zangger.
Bemerkungen: Kloten ohne Ramel, Steiner (beide verletzt), Aebi, Cuesta Flores, Deussen , Keller (alle) und Hawryluk (überzähliger Ausländer), Rapperswil-Jona Lakers ohne Embacher, Hornecker (beide), Larsson, Quinn (beide verletzt) und Holm (überzähliger Ausländer). SCRJ Lakers von 56:15 bis 56:43, 56:55 bis 59:36 und ab 59:47 ohne Torhüter.

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