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wolf

2009 waren wir in Bern demonstrieren wegen des Wolfs. Wir konnten fast keine Viehbauern motivieren zum Mitkommen. Jetzt, wenn Mutterkühe gerissen werden, jammern sie. Wir Schafbauern müssen schon lange Herdenschutz betreiben. Sollen die auch Herdenschutz machen und mit Netz zäunen . Wir wurden von den Viehbauern ausgelacht. Wenn man dort in Bern die Rudelgrösse in der Schweiz festgelegt hätten, hätten wir nicht so ein Dilemma. Rudel, die so wüten wie das Beverinrudel gehören abgeschossen. Und alle unauffällige Rudel, die grösstenteils vom Wild leben und ab und zu mal ein Schaf reisen, kann man tolerieren. Auch die Wölfe, die in die Dörfer kommen, müssen weg. Bevor nicht ein Mensch getötet wird, geht da nichts. Wieso können solche in Bern entscheiden, die keine Ahnung haben? Bafu soll mal in die alpen kommen. Die schweren Viehhütapparate und -Netze schleppen. Wenn ein Hund wildert, wird er sofort geschossen. Es wird immer schwieriger, Hirten zu bekommen. Jetzt müssen wir handeln. Die Schweiz ist zu klein für so viele Wölfe. Wenn das die Bevölkerung nicht einsieht, dann lasst wenigstens die machen, die es betrifft. Robert Hugi aus Tavanasa

robert hugi
17.07.22 - 12:09 Uhr
Leserbrief
Ort:
tavanasa

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Schon faszinierend wie einfach wir Menschen ticken. Für Nutztierhalter stellt der Wolf offensichtlich ein Problem dar, Lösung: der Wolf muss weg! Könnte es sein, dass wir durch den, zugegeben leicht verstörenden Anblick eines Schaf-Gemetzels plötzlich unsere Emotionen über den Verstand walten lassen? 854 Nutztiere wurden im 2021 gerissen. Rechnet man pro Nutztier ca. 300.- erhält man eine Schadenssumme von rund 260kchf oder in etwa die Hälfte der Schadenssumme die jährlich für Wildschweine ausgegeben wird, alleine vom Kanton AG. Als weitere Staatsausgaben wären zBsp. die jährlich 9Mio CHF Subventionen für die Betreibung von Pistenfahrzeugen zu nennen....und trotzdem wird weiterhin fleißig über den Wolf diskutiert. Bei den vielen Diskussionen lohnt sich vielleicht aber mal ein Blick auf die aktuelle Gesetzeslage?
Verhaltensauffällige Rudel, wie hier das Beverinrudel können bereits heute nach geltendem Gesetz reguliert werden. Ohne wenn und aber! Ob es nun auch sinnvoll ist den Leitrüden zu erlegen oder ob damit die Situation nur "verschlimmbessert" wird, kann mit heutigem Wissenstand nicht beurteilt werden. Bei dem ganzen "Regulations-Thema" sollte man nicht vergessen, dass eine Entnahme des Leitrüden bzw. Jungwölfe aus jagdlicher Sicht alles andere als einfach ist (Auffinden Rudel, Bestimmung Rudelmitglieder, Beachtung Jagdzeiten etc)