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Leserbrief

Kein Giftmüll im Steinbruch Valzeina

Megge Kündig, Grüsch
14. Oktober 2020, 12:43:43

Kein Giftmüll im Steinbruch Valzeina?
Danke Remo Fehr für ihre Worte. Genau so ist es wie sie es ausdrücken. Man darf auch eine andere Haltung zu diesem Vorhaben haben. Aus gesundheitlichen Gründen konnte ich leider bei keiner Informationsveranstaltungen teilnehmen. Da mich das Thema aber interessiert versuchte ich mich nachträglich noch kundig zu machen.
Nun, die meisten befürwortenden Leserbriefschreiber/innen haben ein direktes oder indirektes Interesse daran, dass das Projekt realisiert wird. Gemäss meinen Informationen wurde auf unangenehme Fragen an den Informationsveranstaltungen kaum eingegangen. Als ehemaliger Masch. und Wirtschaftsingenieur FH würde mich aber eine Kosten-Nutzen-Analyse schon interessieren. Ich will’s vorwegnehmen, dieses Projekt kann meiner Meinung nach erst mit der Müllendlagerung rentieren. Ob die Stollen dabei je den Endausbau erreicht haben bleibe dahin gestellt. Auch da habe ich größte Zweifel. Ich verbringe sehr viel Zeit in der Natur, auf Bergen und im Fels. Auch als nicht Geologe kenne ich den Fels in der Chlus und erachte ihn als äusserst ungeeignet zum Abbau und für eine Mülllagerung. Was mir persönlich auch nicht schmeckt sind Sätze wie: “Die Zeiten von «jeder kann machen, was er will» sind endgültig vorbei.“
Wenn es ein 2xNEIN gibt ist ebenso von der Seite der Befürworter damit zu leben. Zeithorizonte von ca. 80 Jahren aufzuzeigen stimmt manchen per se schon nachdenklich. Und was ist danach? Also Hand aufs Herz, dies ist ebenso Kaffeesatz lesen. Ergo ist damit zu leben, dass manche Stimmbürger auch rein aus Überzeugung was ihnen angenehm oder unangenehm ist abstimmen werden.
Megge Kündig aus Grüsch

Zum Artikel: Beitrag von Hr. Remo Fehr in der Bündner-Zeitung vom 14.10.2020

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