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Rapperswil-Jona kommt mit 30er-Zonen nur im Schneckentempo voran

Zwölf 30er-Zonen hat der Stadtrat in Rapperswil-Jona geplant – das bereits vor acht Jahren. Erst drei davon sind inzwischen umgesetzt. Die Stadt hat nicht einmal die Hälfte ihrer gesteckten Ziele zur Verkehrsberuhigung erreicht. Jetzt tut sich aber was. Noch diesen Monat sollen zwei neue Tempo-30-Zonen eingerichtet werden.

Südostschweiz
05.10.16 - 12:30 Uhr

In Jona sollen noch im Oktober zwei neue Tempo-30-Zonen eingerichtet werden: in den Gebieten Lindenhof/Sonnenberg und Spitzenwies . Bauliche Massnahmen wie Strassenverengungen sollen gewährleisten, dass dort niemand mehr schneller als 30 fahren kann. Die Pläne wurden schon öffentlich ausgeschrieben, und die Verhandlungen über Einsprachen sind beendet. Jetzt läuft der letzte Schritt des Genehmigungsverfahrens.

Die Kantonspolizei hat die Verkehrsanordnungen für die geplanten Tempo-30-Zonen ausgeschrieben. Wenn in den nächsten zwei Wochen niemand Einsprache einlegt, können die Pläne realisiert werden. Die Stadtverwaltung erwartet keine Komplikationen. «Das Projekt steht», sagt der Bauchef von Rapperswil-Jona, Thomas Furrer.

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Stadt kommt Zielen etwas näher

Mit den neuen Tempo-30-Zonen kommt die Stadtverwaltung ihren gesteckten Zielen zur Verkehrsberuhigung ein kleines Stück näher. 2008 hatte der Stadtrat beschlossen, insgesamt zwölf Tempo-30-Zonen einzurichten. In sechs weiteren Gebieten sollten zumindest einige verkehrsberuhigende Massnahmen ergriffen werden. Von den Tempo-30-Zonen sind bislang nur drei tatsächlich umgesetzt. Mit denen, die nun kommen sollen, fehlen immer noch sieben.

Abschluss des Projekts 2018

 «Es geht schleppend, aber es geht vorwärts», sagt Bauchef Furrer. Er und seine Mitarbeiter haben sich das Ziel gesteckt, den Stadtratsbeschluss bis Ende 2018 komplett umzusetzen.

«Dass die Realisierung zehn Jahre dauert, hätte wirklich keiner gedacht», sagt Stadtingenieur Josef Lacher. Als einen Grund für die schleppende Umsetzung nennt er die aufwendigen Genehmigungsverfahren. Auch sei die Bauverwaltung zeitweise dünn besetzt gewesen.

Nach den beiden Tempo-30-Zonen, die aktuell umgesetzt werden sollen, sind voraussichtlich die Gebiete Helvetiastrasse/Widen und Südquartier an der Reihe. Die Stadt wartet allerdings noch darauf, dass die Kantonspolizei ihr Okay zu den Plänen gibt. «Aller Voraussicht nach wird das Tempolimit in diesen Gebieten im Frühling 2017 eingeführt», so der Stadtingenieur. (sch)

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