Freiwillige melden Rückkehr der Zugvögel
Auch wenn derzeit noch Schnee fällt - der Frühling rückt näher. Die ersten Vorboten sind in der Schweiz eingetroffen: Der Weissstorch ist bereits sechs Mal in den Kantonen Wallis, Luzern, St. Gallen und Neuenburg gesichtet worden.
Dies ist auf den Internetseiten der Aktion "Spring Alive" - frei übersetzt "lebendiger Frühling" oder "erlebter Frühling" - der Vogelschutzorganisation BirdLife ersichtlich.
Interaktive Karte zeigt Zugvögel an
Alljährlich lädt die Organisation europaweit insbesondere Kinder und Jugendliche ein, die Rückkehr von fünf einfach zu erkennenden Zugvögel zu beobachten. Die Sichtungen von Rauchschwalbe, Weissstorch, Kuckuck, Mauersegler und Bienenfresser können daraufhin per Internet gemeldet werden.
Diese Beobachtungen werden in einer interaktiven Karte dargestellt. Die Realzeit-Karte zeigt einerseits die eindrücklichen Flugleistungen dieser Vögel auf, andererseits stellt sie das Näherrücken des Frühlings dar, wie es auf der Internetseite des internationalen Projekts heisst.
Wie BirdLife Schweiz am Dienstag mitteilte, dient das Projekt "der Bekanntmachung des Vogelzuges und der Sensibilisierung für die Probleme der Zugvögel". Der "erlebte Frühling" soll auch die Neugierde der Kinder an der Natur wecken.
Das Sammeln der Daten soll aber auch dem Vogelschutz zugute kommen. Die Daten lassen gemäss BirdLife generelle Aussagen über den Vogelzug zu. Langfristig soll etwa geklärt werden, ob sich wegen der Klimaerwärmung die Ankunftsdaten der Vögel verschieben.
Sechs Weissstörche machen keinen Frühling
Die Weissstörche treffen in der Schweiz jeweils als erste ein. Mitte März erwartet BirdLife die Rückkehr der Rauchschwalben. Im April folgen Kuckuck und Mauersegler. Der seltene Bienenfresser wird meist erst ab Mitte Mai gesichtet.
Trotz den ersten sechs gesichteten Vorboten ist der Frühling hierzulande noch nicht angekommen. Auf der interaktiven Karte ist die Schweiz derzeit weiss gefärbt. Das bedeutet: "kein Frühling".
www.birdlife.ch/springalive
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