Einkaufen in Davos soll attraktiver werden
«In Davos geht es nur miteinander, um weiterzukommen und attraktiver zu werden», meinte Nektarios Filios am Mittwochabend beim Treffen des Vereins Shopping Davos. Und so hat der Verein auch den Zweck, die urbane Vielfalt zu bündeln und zu fördern. Gemeinsam wollen sich die Mitglieder für ein Davos als Begegnungsort für Einkauf, Kultur und Freizeit einsetzen und so die Kundenbindung stärken und ausbauen. Am letzten Mittwoch haben sich rund zwanzig Mitglieder im Hotel Grischa getroffen, um gemeinsam neue Projekte anzureissen und sich auszutauschen.
Die Promenade muss aufgehübscht werden
Drei mögliche interne und ein externes Projekt wurden am Treffen vorgestellt. Natürlich alle mit dem Ziel, das Einkaufserlebnis attraktiver zu gestalten. Und ganz generell kam durch: Die Promenade muss aufgehübscht werden.
So entstand beispielsweise über die Sommermonate und besonders während der Bundstagsfeier eine Idee. Die Promenade war zu der Zeit mit grossen Flaggen geschmückt. Für verschiedene Mitglieder des Vereins war dies eine offensichtliche Aufwertung, und die Flaniermeile wirkte um einiges einladender. «Wir könnten mit einer ganzjährigen Beflaggung die Promenade um einiges schöner und einladender gestalten. Sei dies für Einheimische oder auch für Gäste», erklärte Carmen Thöny. Nun soll dafür eine Trägerschaft gebildet und das Konzept ausgearbeitet werden. So hatte auch Denny Sprötge die Idee, dass die Geschäfte in ganz Davos durch Blumenkisten vor den Läden eine «aussergewöhnliche Stadt aussergewöhnlich verschönern könnten».
Silvan Fopp brachte das Thema der leer stehenden Schaufenster im Gespräch. «Leerstände sind sehr schlecht fürs Allgemeinbild», erklärte er. Besonders nach dem WEF müsse gehandelt werden. Sei dies mit Kunst, mit Folien oder Ähnlichem. Wichtig sei, dass die Leerstände kaschiert werden.
Schweizer Kunst für mehr Attraktivität
Ein externes Projekt, welches vielleicht auch für die Kaschierung genutzt werden könnte, wurde dann auch gleich vorgestellt: Die «Arty Show». Ein Projekt, das Kultur, Kunst und das Einkaufserlebnis verbinden soll. So sollen Läden in ihren Schaufenstern während eines Monats im Jahr Kunst ausstellen. Für die Teilnehmenden völlig kostenlos, aber mit einer grossen Strahlkraft. Einmal die Woche soll eine Führung stattfinden, und auch mit gedruckten Werbemitteln werden die verschiedenen Läden beworben. Dies soll die Kundschaft an die Schaufenster bringen sowie gleichzeitig die Attraktivität steigern und die Schweizer Kunst unterstützen. Das Konzept wird bereits in sechs Schweizer Städten erfolgreich umgesetzt. Damit es in Davos durchgeführt werden kann, bräuchte es zwanzig teilnehmende Geschäfte. Doch das Interesse war am Mittwochabend definitiv vorhanden.
Gemeinschaftswohl über Eigeninteresse
Welche Projekte nun konkret realisiert werden, wird die Zukunft zeigen. Sicher ist, dass der Verein stets am Ball bleibt und seinen Teil zur Attraktivitätssteigerung beiträgt. «Davos hat viel Potenzial, und wenn wir das Gemeinwohl über das Eigeninteresse stellen, können wir dieses voll ausschöpfen», meint Filios abschliessend.
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