Top 5 Wildcamping Spots in Europa
Wildcamping ist eine intensive Möglichkeit, die Natur hautnah zu erleben. Abseits von Hotels, Resorts und überfüllten Campingplätzen wachst du morgens auf, hörst nur das Rauschen von Wasser, das Zwitschern der Vögel oder den Wind.
Allerdings ist Wildcamping in vielen europäischen Ländern nicht einfach erlaubt. Oft gibt es strenge Regeln oder es ist komplett verboten. Auch in der Schweiz ist Wildcamping grundsätzlich nicht möglich. Daher ist es wichtig, sich vor jeder Reise genau über die Vorschriften zu informieren. In Europa gibt es dennoch einige Regionen, in denen Wildcamping möglich ist oder unter bestimmten Bedingungen toleriert wird.
Im Folgenden stellen wir unsere fünf besten Wildcamping Spots in Europa vor, die mit beeindruckender Natur, besonderen Landschaften und einzigartigen Erlebnissen überzeugen.
Campen in Norwegens unberührter Landschaft
In Norwegen gelten, wie auch in Schweden und Finnland, die gleichen Regeln für verantwortungsvolles Wildcamping. Dank des Jedermannsrechts ist es erlaubt, fast überall in der freien Natur zu Campieren. Dieses Gesetz erlaubt es sowohl Einheimischen als auch Reisenden, die Natur frei zu nutzen, solange sie respektvoll damit umgehen.
Die Landschaft Norwegens ist dabei besonders beeindruckend. Tiefe Fjorde schneiden ins Land, hohe Berge ragen direkt aus dem Meer, und dazwischen liegen unzählige Seen und unberührte Flächen. Besonders eindrucksvoll sind die Lofoten Inseln. Mit ihren steilen Bergen, weissen Sandstränden und dem klaren Wasser bieten sie eine einzigartige Kulisse.
Trotz dieser Freiheit gibt es klare Regeln, die eingehalten werden müssen. Dazu gehört, mindestens 150 Meter Abstand zu bewohnten Häusern zu halten und nicht länger als ein bis zwei Nächte am gleichen Ort zu bleiben. Ausserdem gilt, keinen Müll zu hinterlassen und die Natur nicht zu beschädigen. Wer sich an diese Regeln hält, kann Skandinavien in seiner ursprünglichsten Form erleben.
Natur erleben im Glaskogen Naturreservat
Ein besonders schönes Beispiel in Schweden ist das Glaskogen Naturreservat. Dieses Gebiet bietet zahlreiche Seen, Wanderwege und abgelegene Plätze, die ideal für ein ruhiges Camping-Erlebnis sind. Hier kann man die Natur in vollen Zügen geniessen, ohne von grossen Menschenmengen gestört zu werden.
Abenteuer und Ruhe im Nordosten Finnlands
In Finnland kann man in vielen Teilen der Natur frei zelten, solange man Rücksicht auf die Umwelt und privates Eigentum nimmt. Ein besonders empfehlenswerter Ort ist das Oulanka-Nationalpark-Gebiet im Nordosten des Landes. Hier erwarten dich unberührte Wälder, klare Seen und Flüsse sowie weitläufige Flächen, perfekt für ein ruhiges und naturnahes Wildcamping-Erlebnis.
In den abgelegenen Bereichen des Parks begegnet man kilometerweit keinem Haus. Hier kann man direkt am Wasser übernachten, schwimmen oder einfach die Stille geniessen. In den nördlichen Regionen Finnlands hat man zudem die Chance, die Nordlichter zu beobachten, was das Erlebnis einmalig macht.
Auch hier gelten dieselben grundlegenden Regeln wie in Norwegen.
Die wilde Riviera Albaniens entdecken
Albanien ist noch immer ein echter Geheimtipp für Ferien und Wildcamping in Europa. Im Vergleich zu vielen anderen Ländern ist das Campieren in der Natur hier deutlich unkomplizierter. Grundsätzlich ist es erlaubt, solange man respektvoll mit der Umwelt umgeht und Privatgrundstücke nur mit Erlaubnis nutzt.
Vor allem die Küstenregionen bieten beeindruckende Möglichkeiten. Entlang der albanischen Riviera gibt es zahlreiche abgelegene Strände, an denen man direkt am Meer campieren kann. Ein besonders beliebtes Ziel liegt in Vlorë. Vor Ort kann man direkt im Sand parkieren und hat das Meer praktisch vor der eigenen Tür.
An solchen Orten gibt es meist keine Infrastruktur, weshalb man ausreichend Wasser, Essen und Ausrüstung dabeihaben sollte. Dafür wird man mit Ruhe, Weite und einer entspannten Atmosphäre belohnt. Die Offenheit und Gastfreundschaft der Einheimischen tragen dazu bei, dass man sich schnell willkommen fühlt.
Ausserdem sind in den Städten Albaniens die Strassen gut ausgebaut, in Dörfern dagegen oft schmal, kurvig oder uneben. Der Aufwand lohnt sich jedoch für abgelegene Strände wie bei Vlorë.
Zwischen Feenkaminen und Heissluftballons
Kappadokien in der Türkei zählt zu den aussergewöhnlichsten Landschaften Europas und angrenzender Regionen. Die Region ist bekannt für ihre einzigartigen Felsformationen, die über Jahrtausende durch Wind und Wetter geformt wurden. Diese sogenannten Feenkamine verleihen der Landschaft ein fast utopisches Aussehen.
Wildcamping ist hier an vielen Orten möglich und wird oft sogar toleriert oder ist kostenlos. Es gibt zahlreiche Stellplätze mitten in der Natur, von denen aus man einen beeindruckenden Blick über die Täler und Felsformationen hat. Besonders spektakulär ist es am frühen Morgen, wenn Hunderte Heissluftballons in den Himmel steigen und die Landschaft in ein besonderes Licht tauchen
Trotz der vielen Möglichkeiten sollte man sich auch hier vorab über die lokalen Gegebenheiten informieren. Einige Bereiche können geschützt sein oder besondere Regeln haben.
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