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Hofschlachtung: Verantwortung leben

Hofschlachtung mit Herz: Auf Adanks Biofarm leben Tiere naturnah und sterben ohne Stress – ein Modell für mehr Verantwortung und Respekt bis zum letzten Moment.

Leben & Freizeit
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23.09.25 - 04:30 Uhr
Hühner scharren im Gras vor dem Stall – ein stiller Moment artgerechter Haltung auf Adanks Biofarm.
Hühner scharren im Gras vor dem Stall – ein stiller Moment artgerechter Haltung auf Adanks Biofarm.

Ein Kreislauf auf dem Hof 
„Es hat uns immer gestört, dass die Tiere für die Schlachtung in eine fremde Umgebung gebracht werden müssen“, sagt Jürg Adank. Deshalb führt die Familie heute Hofschlachtungen durch. Die Tiere bleiben bis zum letzten Moment in ihrer gewohnten Umgebung, mit vertrauten Geräuschen, Gerüchen und Herdenmitgliedern. Sie werden stressfrei am Fressgitter betäubt und innerhalb von 60 Sekunden ausgeblutet. Danach erfolgt der Transport zur Metzgerei – ebenfalls regional. Auch die Bruderhähne werden mit einem mobilen Schlachtmodul vor Ort getötet – sie werden noch vor Sonnenaufgang gefangen und bis mittags im gewohnten Umfeld geschlachtet. 

Mehr Aufwand, mehr Verantwortung 
Was nach Idealismus klingt, ist Alltag mit Anspruch: Tierarzt, Metzger und Anhänger müssen koordiniert werden. Die Bewilligung erhält man erst nach fünf erfolgreichen Probeschlachtungen unter Aufsicht des Kantonstierarztes. Emotional ist es fordernd – viele Tiere wachsen einem über die Jahre ans Herz. Doch der Aufwand lohnt sich. Die Tiere leben naturnah: Acht Monate pro Jahr draussen, ohne Kraftfutter, mit mindestens zwei Alpsömmerungen. Das Fleisch ist hochwertig, die Haltung konsequent, das Feedback der Kund:innen durchwegs positiv. Einige möchten sogar beim Schlachten dabei sein – aus Respekt und Interesse. 

Ein Modell mit Zukunft 
Die Adanks möchten mit ihrem Einsatz ein Zeichen setzen: gegen Billigfleisch, für Tierwohl. Sie zeigen, dass Hofschlachtungen machbar sind – mit Wissen, Verantwortung und Wille. Ziel ist nicht Expansion, sondern Inspiration. „Wenn Fleisch, dann lokal und mit Rücksicht“, sagt Jürg. Und hofft, dass immer mehr Menschen bereit sind, dafür den wahren Preis zu zahlen. 

Verkauf & Produkte 
Das Fleisch aus Hofschlachtung und weitere Spezialitäten wie Safran, Senf oder Polenta gibt es im Hofladen, im Onlineshop und in ausgewählten Regio- und Bioläden. Wer wissen möchte, woher sein Essen kommt – in Fläsch wird es sichtbar. Und fühlbar. 

www.adanksbiofarm.ch 

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