Die Gräserpollen sind los
Die warmen Temperaturen sind zurück und damit auch die Pollen. Die Glarner und Bündner Berge bieten die ideale Zuflucht für Heuschnupfengeplagte.
Die warmen Temperaturen sind zurück und damit auch die Pollen. Die Glarner und Bündner Berge bieten die ideale Zuflucht für Heuschnupfengeplagte.
Mit Temperaturen um die 25 Grad liegen die kühlen und regnerischen Tage erstmal hinter uns. Mit den wärmeren Temperaturen beginnen die Bäume und Blumen wieder zu blühen, was für manche Allergiker tränende Augen und eine verstopfte Nase bedeuten kann. Denn Pollen werden hauptsächlich bei sonnigem und klarem Wetter freigesetzt und können unter diesen Bedingungen sehr gut transportiert werden.
Nun hat die Gräserpollensaison begonnen. Vor allem in tieferen Lagen wie dem St. Galler Rheintal sind starke Belastungen gemessen worden. Laut Regula Gehrig von Meteo Schweiz bedeutet dies auch eine hohe Pollenkonzentration in den Talböden von Glarus und Graubünden bis auf eine Höhe von 600 Metern. Überall wo es viel Wiesen und Weiden gibt, müssen Allergiker also vorsichtig sein. Und das sind so einige, denn rund 1,2 Millionen Menschen in der Schweiz sind auf Gräser sensibilisiert. Sie sind damit der Hauptauslöser von Heuschnupfen.
Schutz in höheren Lagen
Entfliehen können heuschnupfengeplagte Menschen den Gräserpollen, indem sie in den Bergen verweilen. Dort ist die Pollenkonzentration nur schwach bis mässig und damit nicht so stark wie allgemein in der Schweiz.
Die Pollenkonzentration sei in den Bergen nicht nur abgeschwächt, dort zeige sich üblicherweise auch eine Verzögerung der Pollensaison, sagt Gehrig. So blühen zum Beispiel die Gräser in den Bergen später und weniger intensiv. Gräserpollen haben dort erst im Juni und Juli Hochsaison.
Ein weiteres Beispiel sind die Birkenpollen, deren Konzentration in höheren Lagen zwischen 1000 und 1400 Metern zurzeit etwas erhöht ist. Dort blühen die Birken jetzt, während dies im Mittelland bereits im April und viel intensiver der Fall war.
Pollenpause am Freitag
Nach einem Übergangstag am Donnerstag wird die Verbreitung der Pollengräser am Freitag etwas durch das Wetter gebremst. Der Tag wird sich nämlich regnerisch zeigen, was laut Gehrig die Pollen auswäscht. Wenn es danach aber wieder schön warm wird, wird auch die Pollenbelastung wieder ansteigen.
Corinne Raguth Tscharner ist stellvertretende Chefredaktorin Online/Zeitung und Chefin vom Dienst bei «suedostschweiz.ch». Zuvor erlernte sie das journalistische Handwerk als Volontärin in vier verschiedenen Redaktionen (Print, Online, Radio, TV) und war als Online-Redaktorin tätig. Mehr Infos
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