Ausserirdisch und «Iheimisch»
Der Weltraum – unendliche Weiten! Seit die Menschheit entdeckte, dass sie um die Sonne kreist und nicht andersherum, ist es ihr ein Anliegen, unsere galaktische Nachbarschaft zu erkunden. Besonders weit sind wir zwar noch nicht gekommen, seit wir in den 1960ern das erste Mal in Richtung Mond losflogen.
Der Weltraum – unendliche Weiten! Seit die Menschheit entdeckte, dass sie um die Sonne kreist und nicht andersherum, ist es ihr ein Anliegen, unsere galaktische Nachbarschaft zu erkunden. Besonders weit sind wir zwar noch nicht gekommen, seit wir in den 1960ern das erste Mal in Richtung Mond losflogen.
In der Ekstase bleibt auch das Konzert vom 10. August, das den Titel «Überdosis» trägt. Das abschliessende Stück des Konzertes ist Salomes berühmter «Tanz der sieben Schleier» von Richard Strauss: Die Titelgeberin der Oper tanzt in der vierten Szene derart berauschend vor Herodes, dass der ihr sein halbes Königreich schenken möchte. Aber auch die anderen Stücke von Bloch, Aperghis, Debussy, Hartzell und dem jungen polnischen Komponisten Wojciech Chalupka versprechen Geschenke für Ohr und Kopf. Und wenn wir schon bei den berühmten Stücken sind: Wer schon immer Claude Debussys «Fêtes galantes» einmal live erleben wollte, darf sich dieses Konzert (gesungen von der Schweizer Sopranistin Chiara May Jarrell) auf keinen Fall entgehen lassen.
Wem Überdosis und Marslandung zu abgehoben ist, kann sich auf die «Freie Sicht aufs Meer» freuen – oder zumindest auf den Schwarzsee am 11. August. Von 10 bis zirka 12 Uhr erfreuen in drei Konzerten neben dem Ensemble Astera auch die Formation «Simone Felbers iheimisch» die Besuchenden. Neben der Jodlerin Simone Felber bringen die Cellistin Pollina Niederhauser, der Schwyzerörgeler Adrian Würsch und der Kontrabassist Severin Barmettler die Heimatseele zum Klingen. Hier treffen Naturklänge auf Bläserklänge und die Sehnsucht aufs Meer auf die Bergfreude.
Über dem Meer wartet die idealisierte Südseeinsel: Ebenfalls am 11. August wird das Paradies erkundet. Allen voran steht mit «Anthozoa», benannt nach den als Blumentiere bezeichneten Riffpolypen, ein zartes Kammermusikstück der jungen amerikanischen Komponistin Gabriella Smith. Sie warnt darin vor der Gefahr der Zerstörung der Natur. Anschliessend folgen paradiesische Harfenklänge von Tjasha Gafner und Werke von Escaich und Brahms.
Dass bei all der Kammermusik pro Konzert mehr als zwei Saiten erklingen, ist irgendwie logisch. Trotzdem versucht das Konzert vom 12. August im Kirchner Museum dies auf zumindest zwei herunterzubrechen: Unter dem Motto der Dualität erforschen die Musizierenden unter anderem das Werk von Per Nørgard, Emma O’Halloran, Johann Sebastian Bach und Jacques Ibert.
Anna-Barbara Winzeler schreibt für Davos Festival
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