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Alte Kleider in neuer Ausstellung

Südostschweiz
29.03.16 - 06:40 Uhr
Kultur

Zu sehen sind historische Kleider aus dem Lager des Museums und Leihgaben von anderen Museen oder Privaten. «Alle Kleider haben etwas mit Glarus zu tun», sagt  Museumsleiterin Susanne Grieder. Ein spezielles Stück ist das Messgewand, das der spätere Reformator Huldrych Zwingli in Glarus trug, als er hier Pfarrer war.

Nicht alle Kleider sind so alt wie Zwinglis 500-jähriges Gewand. «Wir wollten nicht 1850 aufhören», sagt Grieder. Skirennfahrer Patrick Küng hat seinen Gold-Rennanzug gespendet. Ein Dress, das Marianne Dürst-Benedetti zur Landsgemeinde trug, ist auch zu sehen.

Historische Alltagskleidung oder Gebrauchskleidung blieb über die Jahre kaum erhalten. «Ich habe alte Bergsteigerkleidung gesucht, aber die findet man leider einfach nicht mehr», sagt Grieder. Was kaputt ging, endete oft als Putzlumpen oder wurde weggeworfen. «Viele Leute denken sich, ich kann doch keine kaputten Kleider abgeben. Dabei hat ein Kleid doch erst eine Geschichte, wenn es getragen wurde», sagt Grieder.

Das Museum rief Glarner und Glarnerinnen auf, ihre Lieblingskleidungsstücke vorbeizubringen und darüber zu erzählen. Diese Videointerviews können sich die Besucher in der Ausstellung ansehen. Der Freulerpalast eröffnet die Dauerausstellung bereits am 1. April. An Wochenenden und Feiertagen ist er neu durchgehend von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Am Fahrtstag, 7. April, ist der Eintritt frei. (so)

Die Reportage, wie Textilrestauratorin Karin von Lerber historische Kostüme für die Ausstellung herrichtet, lesen Sie in der «Südostschweiz» vom Dienstag.

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