Zwei Chöre für ein grosses, selten gehörtes Chorwerk
Der Glarner Kammerchor und die Kantorei Niederurnen bringen Ende November «Das grosse Abend- und Morgenlob, Op. 37» von Sergej Rachmaninow zur Aufführung.
Der Glarner Kammerchor und die Kantorei Niederurnen bringen Ende November «Das grosse Abend- und Morgenlob, Op. 37» von Sergej Rachmaninow zur Aufführung.
«Das grosse Abend- und Morgenlob» wurde 1915 von Sergej Rachmaninow (1873-1943) komponiert und im gleichen Jahr mit grossem Erfolg uraufgeführt. Die Komposition, die den Höhepunkt von Rachmaninows kirchenmusikalischem Schaffen bildet, ist beseelt und durchdrungen von der jahrhundertealten Überlieferung des russischen Kirchengesanges. Im Gegensatz zum virtuosen Charakter seiner bekanntesten Werke ist die Vesperliturgie – wie das Chorwerk auch genannt wird – geprägt durch die Sinnlichkeit und Suggestivkraft russischer liturgischer Musik.
Um die prachtvolle Klangfülle dieser A-cappella-Musik zum Ausdruck zu bringen, braucht es einen grossen Chor. Das bevorstehende Konzert ist deshalb ein Gemeinschaftsprojekt des Glarner Kammerchors und der Kantorei Niederurnen. Die etwa 70 Sängerinnen und Sänger beider Chöre werden zudem in jedem Register durch professionelle Stimmführer unterstützt: Mereth Roth (Sopran), Schoschana Kobelt (Mezzosopran), Marcel Fässler (Tenor) und Jonas Atwood (Bass).
Katharina Jud, Chorleiterin des Glarner Kammerchors, und David Kobelt, Chorleiter der Kantorei Niederurnen, haben in einem anspruchsvollen, aber auch spannenden Prozess mit ihrer hohen musikalischen Kompetenz und mit ihrer Begeisterungsfähigkeit die Sänger in die Klangwelt Rachmaninows und in die russische Sprache eingeführt. Die Chormitglieder ihrerseits haben sich mit Freude und grossem Einsatz dieser Herausforderung gestellt.
Am kürzlich durchgeführten Probenwochenende durfte der Chor mit Ausschnitten aus dem Rachmaninow-Programm die musikalische Gestaltung des Sonntags-Gottesdienstes in der Fly-Kirche in Weesen übernehmen. (so)
Konzertdaten: Samstag, 21. November, 20 Uhr, Katholische Kirche Walenstadt und Sonntag, 22. November, 19 Uhr, Stadtkirche Glarus.
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