Nach einem halben Jahrhundert erneut unterwegs
Am Samstagabend hat das Theater Glarus mit dem Stück «Underwägs» Premiere gefeiert.
Das Besondere daran: Dasselbe Stück von Hans Stalder ist vor einem halben Jahrhundert in Glarus
uraufgeführt worden. Im Publikum sitzen sogar zwei Schauspieler von damals – und sind begeistert.
Am Samstagabend hat das Theater Glarus mit dem Stück «Underwägs» Premiere gefeiert. Das Besondere daran: Dasselbe Stück von Hans Stalder ist vor einem halben Jahrhundert in Glarus uraufgeführt worden. Im Publikum sitzen sogar zwei Schauspieler von damals – und sind begeistert.
Es ist 20 Uhr und der Theatersaal im «Schützenhaus» in Glarus bis auf letzten Platz besetzt. Der Theatervorhang öffnet sich und es passiert – nichts.
Da stehen 14 Personen auf der Bühne, regungslos kehren sie allesamt dem Publikum den Rücken zu. Ein Wartesaal mit unbequemen Holzbänken. Die Glastür im hinteren Teil der Bühne eröffnet den Wartenden jedoch keine Aussicht voller Farben und Landschaften, sondern nur ein schwarzes Nichts.
Das lange Warten
Es beginnt das lange Warten. 13 steigen in den Zug und verschwinden. Doch bei denen, die da bleiben und die dazu kommen, wird klar: Sie sind auf der Reise zwischen Leben und Tod. Und dabei menschelet es sehr.
Im Publikum sitzen auch Gret Kubli und Walter Wyss. Vor 50 Jahren standen die beiden selber als Eveline und Pfarrer auf der Bühne. Und sie sind von der neuen Umsetzung begeistert. Von der gelungenen Arbeit der ganzen Theatercrew können sich nun Theaterbegeisterte bis zum 21. November in zahlreichen Vorstellungen anstecken lassen. (so)
Die Theaterkritik
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