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Songbird Festival mit vielen Highlights

Am Freitag startet das 15. Songbird Festival Davos.Die Davoser Zeitung sprach mit Festivaldirektor Michel Pernet über das diesjährige Programm und seine persönlichen Highlights.

Pascal
Spalinger
30.11.22 - 17:00 Uhr
Kultur & Musik
Festivaldirektor Michel Pernet freut sich auf die 15. Ausgabe des Songbird Festivals.
Festivaldirektor Michel Pernet freut sich auf die 15. Ausgabe des Songbird Festivals.
zVg

DZ: Michel Pernet, das diesjährige ­Festival starten Sie mit Pat Burgener. Warum? 

Michel Pernet: Pat Burgener ist für mich der neue Bastian Baker – ein Sunnyboy mit wunderbar positivem Pop-Surf-Sound und eingängigen Melodien zum Mitsingen. Der kommende Superstar der Schweizer Musikszene, garantiert.

Und Pat Burgener hat in Davos das Sportgymnasium besucht …

Das ist richtig. Pat ist emotional mit Davos verbunden und freut sich extrem, gerade hier mit seiner Band eines seiner ersten Konzerte als Headliner eines Festivals spielen zu dürfen. Es wird sein einziges Konzert in diesem Winter sein – noch ist Pat im Winter Snowboard-Profi und hat die Halfpipes dieser Weltcup-­Saison zu bereisen.

Am Samstag haben Sie dann eine erste grosse Herausforderung – sie müssen für Troubas Kater die Bühne an­bauen …

Das stimmt (lacht). Troubas Kater sind eine absolute Hammer-Band, achtköpfig, mit richtig viel Equipment und Instrumenten, neben den gängigen Instrumenten auch mit Akkordeon, Trompete, Posaune und Sousaphon. Die brauchen eine richtig grosse Bühne. Aber das lohnt sich. Für mich sind Troubas Kater die veritablen Nachfolger von Züri West und Patent Ochsner. Mundart-Musik, wie sie heute klingen muss. Mit grossem Band-Power, klugen Texten und einem extrem charismatischen Frontmann.

Troubas Kater ist aber nicht die ­einzige Mundart-Band, oder?

Nein. Dieses Jahr beehren uns zwei Mundart-Legenden. Einerseits Sina, die Grande Dame aus dem Wallis. Mit einem neuen, mit Adrian Stern produzierten Album im Gepäck. Und ihrem Pfarrer sicher auch, spätestens als Zugabe. Andererseits Tinu Heiniger, einer der letzten grossen Berner Troubadoure, der vom legendären Gitarristen Hank Shizzoe begleitet wird. Für alle, die bei all den Mani Matter Spezialsendungen gerade in dessen Sound schwelgen.

Was ist das Festival-Highlight?

Mal schauen, ob Sie die Band erraten, wenn ich Ihnen den Refrain vorsinge: «0-7-9 het si gseit I Du weisch immer no nüt, het si gseit I Nid mau tschüss het sie gseit». 

Das ist einfach.

Trotz meinen bescheidenen Gesangskünsten? Aber ja, klar – den Überhit von «Lo&Leduc», den kennt wirklich jeder. Die beiden Berner sind sicher die ganz grossen Stars der diesjährigen Ausgabe des Songbird Festival Davos. Und der wahrscheinlich beste Schweizer Live-Act gerade. Da freue ich mich extrem drauf.

Und was sind Ihre Highlights?

Ich persönlich mag den melodiösen Folk-Rock von Baum unglaublich gerne. Und das Kaffeeklatsch als Location. Baum im Klatsch – das ist der perfekte Match. Dann freue ich mich auf Arma Jackson, den ich endlich in die Bündner Berge locken konnte. Fünf Jahre schon bin ich an ihm dran. Und last but not least auf Anna Kaenzig und ihren Country-Folk mit Tobey Lucas. Wir probieren ein neues Format aus mit dem Kulturplatz: Erst ein Konzert, dann ein Musik-Film.

Finden dieses Jahr auch wieder Open-Air-Konzerte statt?

Ja klar, sogar zwei. Auf der Jatzhütte spielt Dabu Fantastic, im Fuxägufer Elijah Salomon. Beide Konzerte sind – Calvin und Niggi sei Dank – gratis. 

Infos unter www.songbirdfestival.ch

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