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Einstiges Wunderkind Garrett warnt vor zu ehrgeizigen Eltern

Der in frühen Jahren als Wunderkind gefeierte Geiger David Garrett hat Eltern von talentiertem Nachwuchs vor zu viel Ehrgeiz gewarnt. «Eltern haben fast nie die Objektivität, das Kind so zu fördern, wie es sein müsste», sagte der 41-Jährige der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «Da ich das durchlebt habe, würde ich es selbst anders machen.» Garrett, der als Vierjähriger mit der Geige begann, hat mit «Wenn ihr wüsstet» eine Autobiografie vorgelegt.

Agentur
sda
13.04.22 - 10:14 Uhr
Kultur
Zu viel Leistungsdruck: Star-Geiger David Garrett hatte eine schwierige Kindheit. Foto: Joerg Carstensen/dpa
Zu viel Leistungsdruck: Star-Geiger David Garrett hatte eine schwierige Kindheit. Foto: Joerg Carstensen/dpa
Keystone/dpa/Jörg Carstensen

«Wenn man als Kind diesen Beruf sozusagen auferlegt bekommt, ist nicht nur Sonnenschein und Harmonie zu Hause», sagte er über frühe Jahre. «Die Kindheit war emotional die schwierigste Zeit meines Lebens. Das Instrument zu lernen ist anstrengend und erfordert eine unglaubliche Disziplin und das erzeugt natürlich Druck, besonders für ein Kind.» Gleichzeitig habe ihn das darauf vorbereitet, mit Druck gut umgehen zu können.

Über langfristige Folgen berichtete Garrett: «Was sehr früh passiert, das bleibt haften. Eine blöde Situation, in der man gehänselt worden ist, oder wenn ich von meiner Mutter ein paar hinter die Ohren bekommen habe. Solche Momente kriegst du aus dem System nicht mehr raus.»

Musik habe ihm auch durch die Kindheit geholfen. «Musik war auch mal etwas, was wehgetan hat», sagte Garrett, «aber Musik war dann auch wieder die Luft zum Atmen.»

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