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Eine fast schon historische Leistung

Pascal
Spalinger
08.07.22 - 12:00 Uhr
Graubünden
jodelchoerli_parsenn
Das Jodelchörli Parsenn hat in Appenzell die Höchstnote erhalten.
zVg

Rund 3200 Aktive aus den Sparten ­Alphornblasen, Fahnenschwingen und Jodeln, 45 000 Besuchende und über 500 Wettbewerbsvorträge: Das Nordostschweizerische Jodlerfest – ein Unterverbandsfest im Gegensatz zum «Eidgenössischen», das im nächsten Jahr in Zug stattfinden wird – darf mit Fug und Recht als Grossanlass bezeichnet werden. Mitten drin war das Jodelchörli Parsenn unter Leitung von Dirigent Albert Ulmann. Filli gehört dem Vorstand als Beisitzer an und stellt auf Anfrage fest, man sei ­zunächst einmal sehr froh darüber gewesen, nach zwei Jahren Corona-Pause wieder vor grösserem Publikum und an einem Wettbewerb teilnehmen zu können. Die Atmosphäre im Städtchen ­Appenzell sei genial gewesen, und die Akustik in den kleinen Gässlein hervorragend. Zudem habe man es genossen, zusammen mit Mitgliedern anderer ­Chöre spontan Lieder zu intonieren. Das Grösste war aber sicher, dass das Jodelchörli Parsenn für seinen Wettbewerbs-Beitrag «Häb Freud am Läbe» – einem Jodellied von Ernst Sommer und Fritz Grossenbacher – die Höchstnote eins, ­also «sehr gut», erhielt. Das sei schon fast historisch, denn eine solche Note habe man seit vielen Jahren nicht mehr erhalten, stellt der Präsident des Jodelchörlis Parsenn, Luzi Kindschi, fest und ergänzt: «Wir sind eigentlich eher ein Zweier-Chörli, will heissen, wir erhalten meist die Bewertung zwei, also ein ‹Gut›». Dementsprechend stolz sind die Mitglieder auf das Erreichte. Eine Videoaufnahme des Davoser Wettbewerbs-Beitrags ist auf Youtube sowie auf der Homepage des Jodelchörlis, www.jodelchoerli-parsenn-davos.ch, zu finden.

Dank der Topnote hat sich das Jodelchörli Parsenn für das eidgenössische Jodlerfest vom 16. bis 18. Juni 2023 in Zug qualifiziert. Gerne würde man in einer noch stärkeren Besetzung daran teilnehmen. Sehr willkommen sind Männerstimmen. «Interessierte können jederzeit donnerstags von 20 bis 22 Uhr an einer Probe in der Villa Vecchia reinschnuppern», sagt Kindschi.

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