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Apache 207 gibt keine Interviews und Nura liebt Capri Sonne

Apache 207 gibt keine Interviews und Nura liebt Capri Sonne

Apache 207, Nura, Sido und Jan Delay: Auf diese und weitere Schweizer Acts dürfen sich die Zuschauerinnen und Zuschauer am Big Air Chur freuen. Hier ein paar Fakten über die vier deutschen Acts.

Jürg Abdias
Huber
22.10.21 - 04:30 Uhr
Kultur & Musik
Diese Acts sollen für heisse Stimmung am Big Air Chur sorgen.
Bild: Livia Mauerhofer / Bearbeitung suedostschweiz.ch

1. Apache 207 gibt keine Interviews

Apache 207 gehört zu den einflussreichsten und erfolgreichsten Rappern in Deutschland. Sein Stil wird oft als Kombination von Pop und Strassenrap beschrieben, gewürzt mit melodisch humorvollen Zeilen. Viel über ihn weiss man aber nicht. Der 22-Jährige mit türkischen Wurzeln aus Ludwigshafen am Rhein hält sein Privatleben bedeckt und gibt auch keine Interviews. 

2. Apache 207, der ehemalige Jurastudent

Apache 207, der eigentlich Volkan Yaman heisst, machte 2017 sein Abitur in Ludwigshafen. Während seiner Schulzeit hat Yaman als 14-Jähriger im Keller seines Blocks Haare geschnitten, um seiner Familie unter die Arme zu greifen. Nach seinem Abitur studiert er Jura in Mainz – allerdings nur zwei Semester lang. 

3. Nuras Capri-Sonnen-Liebe

Nura Habib Omer kam am 24. Dezember 1988 in Kuwait City zur Welt. Im Alter von drei Jahren flüchtete die Tochter einer eritreischen Mutter mit ihrer Familie vor dem Golfkrieg nach Deutschland. Bevor sie mit 18 nach Berlin zog, lebte sie erst in Wuppertal. Dort hat es ihr ein Getränk besonders angetan: Capri Sonne. Wie sie im Podcast «Hotel Matze» verriet, war das Süssgetränk das erste Getränk, das sie als Kind, frisch angekommen in ihrer neuen Heimat, bekam, besonders fand und seither liebt. 

4. Nura und ihre SXTN-Vergangenheit

Nura gehört zu den bekanntesten Rapperinnen in Deutschland und engagiert sich seit Jahren für Gleichberechtigung in der Rapszene, gegen Homophobie und Rassismus oder macht auf die prekäre Situation von Geflüchteten aufmerksam. Vor ihrer Solo-Karriere bildete sie mit der Rapperin Juju das Berliner Hip-Hop-Duo SXTN. Mit Songs wie «Fotzen im Club» oder «Von Party zu Party» hielten die zwei der männerdominierten Deutschrap-Szene den Spiegel vor. 2018 gab das Duo die Trennung bekannt. 

5. Jan Delay – 30 Jahre Showbiz

Seit über drei Jahrzehnten ist Jan Delay aus der deutschen Musikszene nicht mehr wegzudenken. Was viele vergessen – Delay gehört zu den Vorreitern des deutschen Hip-Hop. Vor 30 Jahren gründete er als Jan Philipp Eissfeld mit Denyo, DJ Mad und Platin Martin die Beginner (damals noch Absolute Beginners). Das war in einer Zeit, als es Rap auf Deutsch noch gar nicht gab. Mit seinen Kollegen machte er die deutsche Sprache rapfähig und etablierte mit dem Deutschrap ein vollkommen neues Genre. Mit ihrem zweiten Studioalbum «Bambule» traten sie 1998 den allersten Deutschrap-Hype los. 

6. Führerschein im Lockdown gemacht

Seit einem Jahr ist der mittlerweile 45-jährige Hamburger im Besitz eines Führerscheins. Seine Tochter, die 2014 auf die Welt kam, hatte diesen Wunsch geäussert. «Sie war, glaube ich, schon sehr stolz, dass ich das geschafft habe», sagte er in einem Interview mit «Bild der Frau». Bei der ersten Fahrprüfung fiel der Musiker durch.  

7. Der Künstlername Sido

Sido heisst mit bürgerlichem Namen Paul Hartmut Würdig und wurde am 30. November 1980 in Ost-Berlin geboren. Sein Künstlername «Sido» hat heute eine andere Bedeutung als früher. Früher stand es für «Scheisse in dein Ohr», heute ist es die Abkürzung für «super-intelligentes Drogenopfer». Von seinen Kumpels hat Sido den Spitznamen Siggi erhalten. 

8. Sido und seine Maske

Zu Beginn seiner Karriere trat Sido nur mit einer verchromten Totenkopfmaske auf. Erst als er am 12. Februar 2005 beim Bundesvision Song Contest den Song «Mama ist stolz» performte, nahm er die Maske zum ersten Mal ab. Seither verzichtet er auf seine Maske. Heute bewahrt er sie an einem sicheren Ort auf. Inzwischen soll die Maske einen Wert von einer Million Euro haben. 

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