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Eine breite Palette an Stilrichtungen

Eine breite Palette an Stilrichtungen

Vom 10. bis 18. Juli findet das traditionelle Jazzfestival «Davos Klosters Sounds Good» bereits zum 21. Mal statt. Heuer werden 21 Bands ihren Sound zum Besten geben.

Pascal
Spalinger
vor 2 Monaten in
Kultur & Musik
Der Jazztrain wird auch heuer wieder nach Bergün fahren.
zVg/Davos Klosters Sounds Good

Aufspielen werden Bands, die getrost als Evergreens bezeichnet werden können, etwa The Fallen Heroes oder Dai Kimoto & his Swingkids, aber auch zahlreiche Formationen, die in der Region noch nicht so bekannt sind. Die Organisatoren freuen sich vor allem darauf, dem Publikum eine grosse Spannweite an Stilrichtungen präsentieren zu können. Es ist wahrlich für beinahe jeden Musikgeschmack etwas dabei. Nachfolgend die 21 Bands, kurz vorgestellt:

Bare City Blues (D)

Bare City Blues – roher, echter Hauptstadtblues um die charismatische Sängerin und Mundharmonikaspielerin Kat Baloun. Die Wahl-Berlinerin aus Cincinnati begeistert ihr Publikum durch ihre spontane und ehrliche Art. Mit der Crème de la Crème der deutschen Bluesszene wird jedes Konzert zum Erlebnis.

Belair (GB, F)

Die Formation bietet Rock’n’Roll der 50er-Jahre und hat schon in ganz Europa auf Festivals gespielt. Hohe Energie und Rhythmen, die dem Publikum das Gefühl geben, dass die Nacht zum Tag wird. Alles aus dem goldenen Zeitalter des Rock‘n’ Roll.

Boogie Royale (D)

Pianist K.C. Miller gehört zu den begnadeten Blues- und Boogie-Interpreten, Frank Rihm ist einer der besten Blues-Mundharmonikaspieler Deutschlands, und Andreas Bock ein starker Drummer. Zusammen bringen die drei Könner den Blues, den Boogie Woogie und pure Lebensfreude auf die Bühnen dieser Welt, alles Handgemacht und ohne grosse Elektronik.

Breiti & The Big Easy Gators (CH)

Die Band hat neben mitreissendem Boogie Woogie und Rock’n’Roll auch einfühlsamen Blues und Gospel, fröhliche «Mardi Gras»-Karnevalsnummern, fetzigen Rhythm & Blues, funkigen Brassband-Groove und etwas Dixie zu bieten. 

Collie Herb & The Mighty Roots (CH)

Collie Herb macht Musik, als läge die Schweiz an einem Palmen-Strand. Texte in Mundart, getragen von Klängen aus Übersee. Seine Songs sind mal leichtfüssig und bunt, mal nachdenklich und poetisch, doch stets zwingend.

Dai Kimoto & his Swing Kids (CH)

Der japanische Bandleader und Trompeter Dai Kimoto gehört mit seinen Swing Kids zu den absoluten Kultbands des Jazzfestivals. Heuer bringt er auch noch die «Monkeys» mit– jene Kids, die noch nicht zur Band gehören. 

Egidio «Juke» Ingala & The Jacknives (I)

Diese Formation ist seit vielen Jahren die bekannteste italienische Band der europäischen Blues-Szene. Der Mundharmonika-Sound von Egidio «Juke» Ingala kann man als eine Kreuzung zwischen Little Walter und George Harmonica Smith mit einem Hauch von Walter Horton beschreiben. «Juke» ist der geborene Entertainer und Showmaster, wie es in der Blues-Szene nur wenige gibt.

International New Orleans Quintet (D)

Der Schlagzeuger Reinhard Küpfer (Ehrenbürger der Stadt New Orleans), der nach wie vor seine Heimat als Drummer in der New Orleans Jazz Band of Cologne hat, liebt auch den besonderen Moment und die immer wieder neue Herausforderung, mit anderen Musikern auf der Bühne zu stehen – diesmal mit seinen «Wunschkollegen».

Isabelle Nahrstedt & Band (D)

Die Berliner Sängerin Isabelle Nahrstedt hat schon früh ihre Liebe zur Musik entdeckt. Egal ob Pop, Schlager, Musical, Jazz oder Klassik Isabelle fühlt sich mit jeder dieser Musikrichtungen verbunden und liebt es, ihre Bühnenauftritte so facettenreich wie nur möglich zu gestalten. Mit ihren eigenen Songs und deren tiefgründigen Texten verarbeitet sie Erlebnisse aus ihrem Leben und verwandelt dadurch ihren Alltag in Musik.

Juli Henry (CH)

«Henry II» ist verspielt und erfrischend, einfach und ehrlich gespielt, groovt und rumpelt, pustet und schmettert vom New-Orleans-Jazz inspiriert. Die neuen Kompositionen sind lebendig, das Sousaphon bekommt noch mehr Raum. Die vier Musiker lassen sich Zeit für hochfliegende Improvisationen.

Larry’s Blues Band (CH)

Wer gelebt hat, kennt den Blues. Und Larry Schmuki, ein Urgestein der Schweizer Blues-Szene hat gelebt. Seit über 40 Jahren zieht der «Bluesdoktor» durch das Land. Schmuki hat den Blues im Griff und im Blut und bringt ihn gekonnt bis in die Finger. Sein unverkennbares, virtuoses und gefühlvolles Gitarrenspiel begeistert immer wieder von Neuem.

The New Orleans Jazz Band of Cologne (D)

Die Band trat bis 2015 unter dem Namen «Maryland Jazz Band of Cologne» auf. Der langjährige Leiter und Mitbegründer der Band verstarb 2015, und seinem Wunsch entsprechend wurde der Bandname nach seinem Tod geändert. Eine erste Umbesetzung der Band und der neue Bandname waren Antrieb genug, nach einer kurzen Spielpause die Arbeit wieder aufzunehmen. Gehören in Davos schon fast zum «Inventar». 

Nico Brina (CH, GB)

In den vergangenen 36 Jahren hatte Nico Brina die Möglichkeit, seine Musik mit nun bereits über 3000 Shows in 19 verschiedenen Ländern zu präsentieren. 15 Alben sind in dieser Zeit entstanden. 1996 schaffte er sogar den Eintrag ins Guiness-Buch der Rekorde mit dem schnellsten Boogie Woogie.

Nicole Johänntgen & Peter Finc (D)

Seit einem erfolgreichen Auftritt 2014 sind die beiden zusammen unterwegs. Geprägt durch die Einflüsse von Rock, Pop, Jazz und Blues kreieren sie ein Paket voll mit Rhythmus und Groove. Gesang trifft auf Saxofonsound.

Philipp Fankhauser (CH)

Die Schweizer Blues-Ikone macht am 10. Juli im Montana-Saal Halt. Er stammt aus Thun und hat den Blues in den USA gesucht. Hat sich als Sänger und Songschreiber einen fast schon unsterblichen Namen erarbeitet und wird auch das Davoser Publikum in seinen Bann ziehen.

Pugsley Buzzard Trio (GB, CH, AUS)

Pugsley ist Musiker, Schauspieler, Fernsehkoch und liebenswerter «Grizzly» mit Hut. Der coolste Pianospieler Australiens spielt den Barreelhouse-Piano-Stil, und mit seiner ungewöhnlich rauchigen Stimme spielt er in kleiner Besetzung den grossen New Orleans Sound.

Ragged Men (NL)

Ragged Men bringt traditionellen Jazz, Blues, Gospel und Ragtime aus dem tiefen Süden der USA ins 21. Jahrhundert. Ihr einzigartiger Sound ist nicht unbemerkt geblieben. Diese Männer haben deshalb die internationalen Jazzbühnen seit mehreren Jahren erfolgreich gestürmt. Der robuste Groove der Rhythmussektion und die energiegeladene Bläsersektion machen das Sitzen unmöglich.

The Fallen Heroes (GB, USA)

Gehören seit Jahren zu den absoluten Publikumsmagneten von «Davos Klosters Sounds Good». Die Band ist berühmt für ihre energiegeladenen Auftritte von Blues, Funky Jazz und zeitgemässem New Orleans Street Beat und wird die Fans bestimmt auch diesmal wieder zum Ausflippen bringen.

The N’Awlins Brass Band (NL)

Die N’Awlins (New Orleans) Brass Band ist ein quirliger Verein begeisterter Musiker aus dem kosmopolitischen Niederlanden, welche die fetzige und wilde Musik aus der Geburtsstadt des Jazz zelebrieren. Die karibisch beeinflusste Strassenmusik ist ein wenig rau und «dirty», aber immer aussergewöhnlich rhythmisch und unbedingt tanzbar.

Wolverines Jazz Band (CH)

Die Wolverines gibt es seit mehr als einem halben Jahrhundert. Dies belegt, dass die Gruppe nicht bloss in musikalischen, sondern auch in menschlichen Belangen bestens harmoniert. Besondere Kicks erhält die Band regelmässig durch musikalische Projekte. Die Namen der Musiker und Musikerinnen, mit denen die Wolverines gespielt und sogar Platten und CDs aufgenommen haben, lesen sich wie ein Who’s who des Mainstreamjazz.

Zydeco Annie & Swamp Cats (D, USA)

Seit nunmehr 15 Jahren mit einem stets vollen Tourplan, begeistertem Publikum, eigenen Songs und einem internationalen Line-up ist Zydeco Annie & Swamp Cats Europas Aushängeschild für die Cajun und Zydecomusik Louisianas. Für das Festival hat Annie nun einen besonderen Kollegen mitgebracht. Wen, sei an dieser Stelle noch nicht verraten. 

Infos: www.jazzdavosklosters.ch

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