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Schuberts Schwanengesänge im Soldenhoffsaal

Die Kulturgesellschaft Glarus präsentiert am Samstag, 8. Februar, einen kammermusikalischen Leckerbissen nicht nur für Schubert-Fans. In Glarus gastiert die bekannte Sängerin Rachel Harnisch.

Südostschweiz
Montag, 03. Februar 2020, 04:30 Uhr Konzert
Die Sängerin Rachel Harnisch kommt bald nach Glarus.Pressebild

Die Sängerin Rachel Harnisch trete am kommenden Samstag in Glarus mit ihren erstklassigen Partnern Ulf Schneider (Violine) und Jan Philip Schulze (Klavier) auf, schreiben die Veranstalter in einer Mitteilung.

Das Programm zeige sich als eindrücklicher Gang durch das letzte Lebensjahr von Franz Schubert (1797–1828), mit verklärten Liedern und tiefgründigen Instrumentalwerken, die der Komponist im Angesicht seines eigenen Todes schrieb.

Aus dem Liederzyklus «Schwanengesang» erklingen die vier Stücke «Frühlingssehnsucht», «Die Taubenpost», «Das Fischermädchen», «Des Fischers Liebesglück». An deren epische Tiefe knüpft auch die Fantasie C-Dur für Violine und Klavier an, sie beschliesst den ersten Programmteil.

Weitere Schubert-Lieder mit auch heute noch verheissungsvollen Titeln folgen: «Der Winterabend», «Die Sterne», «Das Lied im Grünen», «Heimliches Lieben».

Schliesslich würden alle drei Künstler, als seltenen Genuss, eine Bearbeitung für ihre Besetzung zum Lied «Der Hirt auf dem Felsen» erklingen lassen, heisst es in der Mitteilung weiter. Der intime Rahmen des Soldenhoffsaals biete die passende Kulisse dazu – allerdings sei das Platzangebot begrenzt, sodass die Veranstalter eine Reservation sehr empfehlen.

Eine Walliser Sängerin, die in Deutschland ausgebildet wurde

Die aus dem Wallis stammende Sopranistin Rachel Harnisch studierte bei Beata Heuer-Christen in Freiburg im Breisgau. Sie gastiert an den führenden Opernhäusern der Welt. Sang sie zu Beginn ihrer Laufbahn besonders Mozart, sind es heute überwiegend Werke der klassischen Moderne und Zeitgenössisches, so die Mitteilung.

In jüngster Vergangenheit gelangen ihr zahlreiche Rollendebuts als Rachel in Halévys La Juive, als Emilia Marty in Janáčeks Vec Makropolus und in einer anspruchsvollen Dreifachrolle in Aribert Reimanns Uraufführung L’ Invisible’ an der Deutschen Oper Berlin.

Eine enge Zusammenarbeit verband sie mit Claudio Abbado. Die Sopranistin singt ein breites Konzertrepertoire von den Passionen Johann Sebastian Bachs bis hin zu Kompositionen unserer Zeit. Liederabende liegen ihr besonders am Herzen.

Der Pianist ist ständiger Begleiter und viel gefragt

Ihr ständiger Partner ist hierbei der Pianist Jan Philip Schulze. Der Pianist studierte an der Musikhochschule in München und am Moskauer Tschaikowsky-Konservatorium.

Als gefragter Liedbegleiter und Kammermusiker konzertiert er international mit Partnern wie Juliane Banse, Rachel Harnisch, oder Jonas Kaufmann und auf den bedeutendsten Konzertpodien zwischen Concertgebouw Amsterdam, Théâtre de la Monnaie Brüssel, Wigmore Hall London, in Madrid, Paris, Wien und Tokio, an der Mailänder Scala, auf den Festspielen von Luzern, Salzburg, Edinburgh, München und Schwarzenberg.

Der Violinist Ulf Schneider ist Professor an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Er studierte in Hannover, New York und Berlin unter anderem bei Thomas Zehetmair. Künstlerische Impulse erhielt er von Hatto Beyerle, Nicolaus Harnoncourt und Sir Roger Norrington. Mit Martin Löhr und Eckart Heiligers gründete er 1991/92 das renommierte Trio Jean Paul, das auch schon in Glarus aufgetreten ist. Eine umfangreiche internationale Konzerttätigkeit führt ihn regelmässig zu bekannten Konzerthäusern und Musikmetropolen.

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