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Das «kleine» Chur kommt auf die grosse Leinwand

Chur und seine Persönlichkeiten authentisch vorstellen. Das war das Ziel von einem Filmduo aus dem Unterland. Nächste Woche feiert ihr Film «Mittendrin in Chur» Premiere. Wir haben mit dem Filmemacher geredet.

Anna
Nüesch
Dienstag, 05. November 2019, 04:30 Uhr In den Kinos

Als «Ein Film über Chur, mal ganz anders» wird der Dokumentarfilm «Mittendrin in Chur» von Matthias Moser und Susanne Holthuizen auf der Webseite von Chur Tourismus beschrieben. Im Film werden Churer Persönlichkeiten portraitiert, welche die Stadt vor allem im Hintergrund prägen.

Im Interview erzählt Filmemacher Matthias Moser, wie aufwendig der Film zu produzieren war und was ihn an Chur überrascht hat.

«Mit Absicht keine Politiker und Promis»

Als Hauptziel nennt Moser die Nähe zu den porträtierten Menschen. «Wir wollen mit dem Projekt Menschen verbinden.» Chur solle mehr Bekanntheit erlangen, beispielsweise auch im Unterland. Der Filmemacher und Kameramann Moser hatte die Idee von einem solchen Dokumentarfilm schon seit längerer Zeit.

Matthias Moser ist seit 16 Jahren Kameramann und Filmproduzent. Gleichzeitig führt er ein Optikergeschäft in Brugg. Er und Holthuizen sind selbständig und haben den Film unabhängig realisiert und finanziert. In Chur entstand die Zusammenarbeit mit Chur Tourimsus.

«Wir haben bewusst keine Politiker und Promis porträtiert», so Moser. Den Filmemachern gehe es darum, die Leute einer Stadt zu zeigen, welche auch im Hintergrund daran arbeiten, die Stadt attraktiv zu machen.

Die Idee soll auch weitergezogen werden. «Wir wollen eine Serie über kleiner Städte wie Chur, Thun oder Solothurn machen.» Chur sei erst der Startschuss gewesen. Ein gelungener Startschuss, wie Moser meint.

Bündner Knacknüsse

Weder Moser noch Holthuizen sind aus Graubünden. Trotzdem wollten sie die Serie in Chur starten. «Uns ist aufgefallen, dass man Chur zwar kennt, aber vielmals nur vom Vorbeifahren.» Die Churerinnen und Churer hätten Moser sehr überrascht, schildert er. «Wir hatten das Gefühl, dass die Bündner schwer zu knacken sind. Wir sind sehr positiv überrascht worden, wie viel und wie schnell uns Türen aufgemacht wurden. Wir wurden total herzlich empfangen.»

Als erste Person fand Moser den Churer Musiker «Stämpf» für seinen Film. Über ihn lernte er weitere Churerinnen und Churer kennen. Im Film porträtiert werden unter anderem der Gitarrenbauer Claudio Pagelli und der Koch Stefan Wagner.

Über 800 Stunden haben Moser und Holthuizen in den Film investiert. «50 Tage haben wir in Chur verbracht. Dabei entstanden rund 100 Stunden Film», erzählt Moser.

Auch im Unterland beliebt

Eine Vorpremiere feierte «Mittendrin in Chur» bereits am 27. Oktober in Brugg. Und obwohl Brugg nicht gerade um die Ecke ist, sei der Andrang gross gewesen. «Wir hatten zweimal Fullhouse in Brugg», sagt Moser. Durch den Film konnten die Filmemacher bereits einige Leute begeistern, nach Chur zu gehen und die Orte aus dem Film kennenzulernen.

Er sei gespannt, wie die Churer auf den Film reagierten. «Wir haben einige schöne Plätze aus Chur im Film wie beispielsweise die Badi Sand und Brambrüesch.» Mittlerweile fühlen sich Moser und seine Mitproduzentin in Chur fast schon zuhause. Dies, nachdem sie sich mehr als ein Jahr für den Film in Chur aufgehalten haben.

Die Premiere von «Mittendrin in Chur» findet am 14. November im Kino Apollo statt. Alle Protagonisten sind bei der Premiere vor Ort. Weiter Aufführungen in Chur seien geplant, aber noch nicht fixiert.

Den Trailer zum Film gibt es hier zu sehen:

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