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Nächster Halt: Wiesbaden

Piroska Szönye macht aus Bilder- und Kinderbüchern Kunst-Installationen.

Südostschweiz
Freitag, 12. Juli 2019, 04:30 Uhr Kunst von Piroska Szönye
An der «Bad RagARTz» 2018: Ein Kind erobert das Bücherhaus.
PRESSEBILD

Die schreckliche Nachricht, dass ein Kind sterben muss, ist für jede Familie und alle Angehörigen schier unerträglich. In der Gesellschaft ist Verdrängung oft die Reaktion darauf. Die Churer Künstlerin Piroska Szönye schaue nicht weg und verdränge nicht, steht in der Medienmitteilung aus dem Glarner Verlag Baeschlin.

Als Botschafterin für die Stiftung Kinderhospiz Schweiz und die IFB-Stiftung (Inklusion durch Förderung und Betreuung) in Wiesbaden macht sie mit ihrer Installation «@home» auf das Tabuthema aufmerksam. Ende Juli reist sie nach Wiesbaden, um «@home» für das dortige Kinderhospiz Löwenmut aufzubauen – im Gepäck massenhaft Bilder- und Kinderbücher aus der Schweiz.

«@home» im Bücherhaus

Das erste Mal um einen Beitrag angefragt wurde Szönye für die Triennale der «Bad RagARTz» 2018. Die Künstlerin wollte ein Projekt entwickeln, das einerseits einen tieferen Sinn hat und andererseits Kunst und soziales Engagement verbindet. Die Herausforderung war, nicht von sterbenden Kindern zu reden, sondern symbolisch, in positiver Weise Menschen zu berühren. Das Resultat war ein Holzhaus von je drei Metern Länge, Höhe und Breite; das Dach und alle Wände voll mit Kinderbüchern bestückt.

Die Stadtbibliothek Chur hat nun schon Bücher für Wiesbaden gespendet. Wer das auch tun möchte, meldet sich direkt bei Piroska Szönye.

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