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Der Bierkiosk - alles andere als eine Bieridee

Dieses Wochenende findet das Open Air Rheinwald statt. Bereits zum 25. Mal wird auf dem Gelände bei Nufenen eines der kleineren Bündner Festivals durchgeführt. Die (trinkfreudigen) Besucher erwartet eine Neuerung.

Bettina
Cadotsch
Mittwoch, 10. Juli 2019, 04:30 Uhr 25 Jahre Open Air Rheinwald
Idylle: Das Open Air Rheinwald ist bekannt für die heimelige Atmosphäre.
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Wenn im Schwarzwald von Nufenen gefeiert und getanzt wird, dann findet das Open Air Rheinwald statt. Eröffnet wird das Festival am Freitagabend um 20.30 Uhr von Dirty Sanchez. Das Line-up des ersten Abends wird von Saint City Orchestra und Pablo Infernal ergänzt. Am Samstag stehen dann folgende Acts auf der Bühne: Gisehla, Tim Freitag, Juldem, Jamaram, Marc Amacher und The Next Movement. Gemäss OK-Präsident John Turner sollte musikalisch gesehen für alle etwas dabei sein.

Relaxen statt schleppen

Auch für jene, die Durst mitbringen und das Bier zu Hause gelassen haben, gibt es am Open Air Rheinwald etwas. Ganz nach dem Motto relaxen statt schleppen wird auf dem Gelände ein Bierkiosk aufgestellt. Dort könne der Biervorrat zu einem günstigen Preis aufgestockt werden, erklärt Turner. «Die Idee dazu entstand, weil die Festivalbesucher in den vergangenen Jahren sehr viele Getränke selbst mitgebracht haben.» Weil sie dies nicht verbieten wollten, haben sie eine Lösung gesucht und sie im Bierkiosk gefunden. «Natürlich haben wir eine kleine Marge, damit wir auch etwas davon haben, es ist aber recht günstig.» Eine 24er Packung Bier werde gegen 50 Franken kosten, ergänzt Turner.

Trotz Jubiläum kein besonderes Highlight

Für das 25. Jubiläum des Open Airs Rheinwald haben die Veranstalter kein spezielles Programm geplant. «Wir haben uns nicht absichtlich eine riesige Band organisiert, dafür haben wir auch das Budget nicht», erklärt sich Turner. Das Open Air Rheinwald bleibe wie gehabt – also gemütlich und familiär. Das Festival ist seit Jahren für die kleine Anzahl Besucher und dem Ambiente in der Bergwelt bekannt. Blickt OK-Präsident Turner auf die letzten Jahren zurück, so stellt er Folgendes fest. Obwohl vieles gleich geblieben ist, hat es dennoch Veränderungen gegeben. Beispielsweise seien Zeltkosten teurer und Sicherheitsauflagen aufwändiger geworden. Vom Jahr 2008 bis zum Jahr 2013 habe das Festival jeweils einen Besucherzuwachs verzeichnet. Seit 2014 sei es jedoch stagniert und liege in den vergangenen Jahren bei knapp 1000 Besucher. Turner erklärt sich dies am gesättigtem Markt und dem grossen Angebot.

Keine Kartonzelte in Aussicht

Viele Schweizer Open Airs geniessen einen schlechten Ruf, wenn es um Abfall und Recycling geht. Die Besucher der Festivals hinterlassen meistens ihre Spuren – zurückgebliebene Zelte, Pavillons und Müllsäcke häufen sich. Deshalb versuchen Open Airs das Abfallproblem mit verschiedenen Massnahmen anzupacken. Am Burning Mountain Festival wurden beispielsweise erstmals Kartonzelte angeboten. Beim Open Air Rheinwald sieht dies anders aus. Nicht nur, weil es kleiner ist, sondern, weil es andere Gäste habe, erklärt Turner: «Wir hatten in den vergangenen Jahren überhaupt kein Problem mit dem Abfall. Wir haben sehr saubere Gäste, die selten etwas zurücklassen.» Die Organisatoren würden auch immer ein Auge darauf haben, dass immer genügend Kehrichtssäcke auf dem Gelände stehen. Ausserdem würden sie darauf achten, dass das Gelände am Morgen immer sauber sei, wenn die Besucher aufstehen. «Es sind eigentlich nur Einzelne von den 1000 Besuchern, die eine Sauerei hinterlassen», sagt Turner etwas stolz. (can)

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