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Max Hubacher als Bräutigam einer Fabrikantentocher

Max Hubacher über seine Rolle als «Johann Leutenegger» in der sechsteiligen TV-Serie «Frieden».

Südostschweiz
Samstag, 25. Mai 2019, 04:30 Uhr Acht Fragen an den «Frieden»-Schauspieler

1 Sie spielen in «Frieden» den Bräutigam der Fabrikantentochter Klara ... 
... ja, den Johann, Johann Leutenegger von der Frei AG.


2 Und wie fühlen Sie sich als «Johann»?
Grossartig. Wirklich grossartig. In diesen Klamotten und mit diesem Interieur – was Ausstattung, Maske und Kostüm hier geleistet haben, ist der Hammer. Man kommt sofort in diese Zeit und in diese Welt hinein.


3 Wie würden Sie diesen «Johann» charakterisieren?
Der «Johann» ist ein junger, ehrgeiziger, ambitionierter, extrem kreativer Mensch, der sich aber leider korrumpieren lässt und so in eine relativ schwierige Situation gerät, weil er auch noch eine gewisse Naivität hat, aber auch wahnsinnig viele Wünsche, Utopien und gute Ideen dafür, was er Neues produzieren möchte. Und das wird dann ausgenutzt von Leuten, die grosse Geschäfte machen wollen und ihn hinters Licht führen.


4 In Ihrem letzten Kinofilm, «Der Läufer» aus dem Jahr 2018, stellen Sie – basierend auf einem wahren Schweizer Kriminalfall – das düstere Doppelleben eines Waffenläufers und Kochs nach, der schliesslich zum Mörder wird. Ist etwas von dieser Rolle mit der jetzigen als «Johann» vergleichbar?
(überlegt kurz) Nein. Das ist eine komplett andere Figur.


5 Auch eine andere Figur war «Der Verdingbub». Der Film spielte aber in der gleichen Zeitepoche wie «Frieden». Liegt Ihnen diese besonders?
Es macht einfach viel Spass, bei historischen Projekten mitzuwirken. Auch für die Drehbuchautorinnen oder -autoren ist es kreativ interessant, etwas in dieser Zeit anzusiedeln, und die Leute, die sich um Kostüme und Maske kümmern, können sowieso aus dem Vollen schöpfen. Ich würde jetzt nicht behaupten, dass mir historische Sachen besonders liegen. Aber ich mache es extrem gern – schon wegen der Kostüme.


6 Wenn man sich Ihre Filmografie anschaut, fällt auf, dass Sie fast nur ernste Rollen spielen. Sind Sie kein fröhlicher Mensch?
(mit – überzeugend – gespielter Entrüstung) Ich bin sogar ein extrem lustiger und sehr fröhlicher Mensch. (Und wieder ernst) Nein, mit mir kann man es echt lustig haben ...


7 ... aber eine Komödie käme für Sie weniger infrage?
Doch, da wäre ich überhaupt nicht abgeneigt und wurde auch schon oft angefragt. Aber eine Geschichte braucht einen Konflikt. Ohne kann man sie fast nicht erzählen. Ich bin extrem dankbar dafür, dass ich so anspruchsvolle Rollen spielen kann. Im Theater spiele ich aber eigentlich viel leichtere.


8 Sie gelten seit Beginn Ihrer Filmkarriere als Schweizer oder sogar europäischer
«Shootingstar». Wann geht es nach Hollywood?

Sobald jemand fragt.

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