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Beat Sterchi spielt im «Wortreich» in Glarus mit Wörtern

Ein kleines interessiertes Publikum erlebte in der Buchhandlung Wortreich am Freitag einen Beat Sterchi, der die sprachliche Kürze bevorzugte und sich Wortwiederholungen widmete, die schon fast beschwörende Dichte annahmen.

Südostschweiz
Montag, 15. April 2019, 04:30 Uhr Sprachliche Kürze bevorzugt
Kurznachrichten
Ein kleines, interessiertes Publikum war vor Ort.
LESERBILD PETER MEIER

In kreativer, wortwitziger Art wies Sterchi auf dieses und jenes hin, das sich ereignet. Man muss sich in Sterchis Wortreichtum, der gar keiner ist, einfach reinhören, schnellstens nachvollziehen und begreifen. Sterchi spielt mit Wörtern und Inhalten. Schönreden und schön reden stellt er da etwa einander gegenüber.

In der Autobiografie wird in aller Kürze über das Sein, Haben, Werden, Können, Sollen und Wollen ansatzweise nachgedacht, das Weitersinnieren wird den Lesenden überlassen und zugemutet. In weiteren Kurztexten entführte er sodann an den Strand und ans Meer, verweilte in den Bergen, befasste sich mit grossen und kleinen Menschen. Wobei die Grossen in grossen Sachen oft kleiner sind als die Kleinen, und das Umgekehrte ebenfalls Gültigkeit hat. Wenig später sinnierte Sterchi über die Bedeutung eines währschaften Fondues samt Zutaten und Tischgespräch oder das unumstösslich Wertvolle an einem Gipfeli, den mit einer üppigen Schlagrahmportion zugekleisterten Meringues im Freiburgischen oder Ferienfotos der Trudi. Man sass da, hörte gebannt zu und hätte gerne noch länger gelauscht. Aber es gab ja die Bücherecke mit Sterchis literarischem Schaffen. Und das konnte man mühelos mit nach Hause nehmen.

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