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Statuen von Aposteln und Evangelisten schweben am Himmel über Paris

Die zwölf Apostel und vier Evangelisten des Neuen Testaments sind in den Himmel über Paris aufgestiegen: 16 Kupferstatuen der biblischen Figuren wurden mit einem hundert Meter hohen Kran für Restaurierungsarbeiten vom Turm der Kathedrale Notre-Dame geholt.

Agentur
sda
Freitag, 12. April 2019, 17:09 Uhr Paris
Die Paulus-Statue wird vom Turm der Kathedrale Notre-Dame auf den Boden geholt. Die Statuen der zwölf Apostel und der vier Evangelisten müssen restauriert werden und sind deshalb erstmals seit über hundert Jahren aus der Nähe zu betrachten.
Die Paulus-Statue wird vom Turm der Kathedrale Notre-Dame auf den Boden geholt. Die Statuen der zwölf Apostel und der vier Evangelisten müssen restauriert werden und sind deshalb erstmals seit über hundert Jahren aus der Nähe zu betrachten.
KEYSTONE/AP/FRANCOIS MORI

Unzählige Touristen haben das ungewöhnlichen Schauspiel beobachtet. «Das ist ein magischer Moment für alle hier», sagte Marie-Helene Didier, die das Restaurationsteam leitet, der Nachrichtenagentur AFP.

Die Statuen seien nicht mehr aus der Nähe zu sehen gewesen, seit Eugène Viollet-le-Duc die Kathedrale in den 1860er-Jahren restauriert habe. Nun wurden sie am Donnerstag in nur einem Tag auf die Erde geholt.

Die Figuren werden nun in der Kathedrale ausgestellt und jeweils in Zweierpaaren zu einem auf derartige Statuen spezialisierten Restaurator in Südwest-Frankreich gebracht. In drei Jahren sollen sie auf ihre alten Posten an der Spitze von Notre Dame zurückkehren.

Notre-Dame wurde zwischen 1163 und 1345 errichtet. Seit Jahren setzten Umweltverschmutzung, Wetter, aber auch ihr Alter der gotischen Kirche zu.

Nun wird sie aufwendig renoviert. Die Kosten von rund elf Millionen Euro trägt der französische Staat. Notre Dame gehört zu den beliebtesten Sehenswürdigkeiten der französischen Hauptstadt. Jedes Jahr besuchen rund 13 Millionen Menschen die Kathedrale.

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