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Die Zukunft des Blues spielt in Glarus

Die Konzertreihe Gleis 1 im Güterschuppen in Glarus startet mit viel Schweizer Musik und dem britischen Bluesgitarristen Laurence Jones in den Frühling. Los geht es am 21. März mit der Walliser Sängerin Sina. Der Vorverkauf läuft.

Südostschweiz
Freitag, 15. Februar 2019, 04:30 Uhr Konzerte im Gleis 1

Vom 21. bis 29. März gibt es im Güterschuppen Glarus im Rahmen der Konzertreihe Gleis 1 Auftritte von Sina, Ritschi, Philipp Fankhauser und Laurence Jones. Die Konzertreihe findet bereits zum sechsten Mal statt. Tickets und Festivalpässe gibt es laut dem Veranstalter bei allen Vorverkaufsstellen von Ticketino und im Glarussell in Glarus. Inhaber des Glarner Sets der Glarner Kantonalbank profitieren auch in diesem Jahr von einem vergünstigten Eintrittspreis. Zusätzlich gibt es wiederum spezielle Hospitality Angebote (Tische mit Essen) – ideal als Firmenanlass oder im privaten Rahmen. Infos dazu gibt es ebenfalls im Glarussell.

Weitere Infos unter www.facebook.com/gleis1glarus/ Tickets (nur Stehplätze) bei www.ticketino.com oder alle Vorverkaufsstellen von Ticketino. Lokale Vorverkaufsstelle ist das Glarussell in Glarus.

Sina: Donnerstag, 21. März

Das Leben selbst schreibt bekanntlich die schönsten Geschichten, aber die Songs dazu – die schreibt Sina. 13 davon finden diesmal den Weg auf das neue Album «Emma». Virtuose leichtfüssige Popsongs und berührende Folkballaden in federleichten Arrangements. Momentaufnahmen aus dem prallen Leben sind das und mehr noch: Instant-Klassiker, die schon beim ersten Anhören vertraut klingen. Entstanden ist ein Album mitten aus dem Leben, und dorthin zurück sollen die Songs jetzt. Zu den Leuten, auf die Bühne. Sina feiert auf der Emma-Tour gleichzeitig ihr 25-jähriges Bühnenjubiläum und wird live auch auf jene Hits zurückblicken, die ihrer Karriere immer wieder Glanzlichter aufgesetzt haben. Für ihre Tour hat Sina erstmals den Ausnahmegitarristen Jean-Pierre von Dach verpflichtet. Mit dabei sind weiter Gregor Heini (Gitarre), Matthias Kräutli (Schlagzeug) und Michael Chylewski (Bass).

Ritschi: Freitag, 22. März

Vierzig ist das neue Zwanzig, und dieses Alter der Nonchalance lebt Ritschi auf seinem vierten Solo-Album «Patina» in vollen Zügen aus. Weniger Haar, mehr Tiefgang und die Erkenntnis, dass alles möglich ist. Das Album ist eine Kollektion von Geschichten und Beobachtungen – wie immer mit dem nötigen Pathos und der für Ritschi typischen Selbstironie. Mit etwas mehr als 20 Jahren Live-Erfahrung auf dem Buckel hat sich Ritschi zu einem der routiniertesten Interpreten des Landes entwickelt. Er kennt die grossen und kleinen Bühnen der Schweiz wie seine linke Hosentasche und hat die Gabe, jedes Publikum innert der ersten paar Songs um den Finger zu wickeln. Und es macht immer noch riesigen Spass: Ritschi und Band können es kaum erwarten, die Songs vom neuen Album endlich live zu performen. Handgemachte Musik, gespielt mit echter Leidenschaft.

Philipp Fankhauser: Donnerstag, 28. März

Tatsächlich ist Philipp Fankhauser nun bereits im 33. Tourneejahr. Seit seinem Beginn mit der Checkerboard Blues Band im Jahr 1987 ist sehr viel passiert: 15 Alben hat er aufgenommen und rund 2500 Konzerte gespielt. Er war mit Margie Evans auf Europa-Tournee und tourte als Special Guest von Johnny Copeland ein paar Jahre kreuz und quer durch die Vereinigten Staaten. Claude Nobs lud ihn 2012 ans Montreux Jazz Festival ein. 2013 war er mit B B. King in Montreux auf der Bühne. Fankhausers Blues ist keiner, der aus der weissen Mittelklasse nach unten, in die Abgründe der afroamerikanischen Geschichte drängt. Sein Blues ist gefühlt, und doch drängt er aus der Tristesse nach oben – auf die grosse Bühne, auf der man Anzug trägt. Es ist folglich ein Blues, der nicht dreckig sein will, der vielmehr nach Eleganz und Klasse strebt und musikalischen Glanz versprüht.

Laurence Jones: Freitag, 29. März

BBC Radio 2 nennt ihn «a star in the making» und die britische Presse betitelt ihn als «Zukunft des Blues»: Der erst 25 Jahre alte Laurence Jones wird nicht nur mit Lob und Preisen überschüttet, der Überraschungsgast vom letztjährigen Sound of Glarus ist bereits Mitglied in der Blues Hall of Fame, seit er 2016 zum dritten Mal in Folge den Award als «Young Artist of the Year» abräumen konnte. Das aktuelle Album «The Truth» macht seine musikalische Entwicklung in den letzten fünf Jahren deutlich. Er hat seinen eigenen Stil gefunden und präsentiert zehn eingängige, massenkompatible Crossover-Songs irgendwo zwischen Rock, Pop und Blues. Wie bei seinen Helden John Mayer, Eric Clapton und Jimi Hendrix stehen bei Jones die Songs als solche im Vordergrund und wirken durch ihre Kombination aus viel Gefühl, der Rauheit des Blues und mitsingbaren Melodien.

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