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Liebe und Intrige im Mittelalter

Die Kulturgesellschaft Glarus lädt zum berühmten Ritterdrama «Das Kätchen von Heilbronn» ein.

Südostschweiz
Mittwoch, 23. Januar 2019, 04:30 Uhr «Das Kätchen von Heilbronn»
Symbolbild vom Theater Chur, wo das Theaterstück 2018 ebenfalls umgesetzt wurde.
ARCHIVBILD OLIVIA ITEM

Eines Tages im Mittelalter kommt der tapfere Ritter Friedrich Wetter vom Strahl mit einer kleinen Reparaturarbeit an seiner Rüstung zu Theobald Friedeborn, dem Waffenschmied am Marktplatz von Heilbronn. In der Schmiede begegnet der Ritter der Tochter des Waffenschmieds: Katharina, genannt Käthchen. Und von dem Augenblick an, in dem das Käthchen zum ersten Mal den Ritter erblickt, kann sie nicht mehr anders: sie muss ihm folgen.

Sie springt ihm aus dem Fenster hinterher, verletzt sich dabei lebensgefährlich, doch kaum ist sie genesen, folgt sie ihm «wie ein Hund», lagert in seinen Ställen, und als der Ritter sie mit der Peitsche davonjagt, verzieht sie sich unter einen Holunderbusch vor seinem Schloss. Dieser Zustand dauert an, bis Käthchens Vater den Grafen vor Gericht der teuflischen Künste und Verführung seiner Tochter anklagt.

Was für Käthchen Gewissheit ist, ahnt der launische Graf bloss: Die Vorsehung hat Käthchen und ihn füreinander bestimmt. Für das glückliche Ende bedarf es einer ausgerechnet von Kunigunde angezettelten Probe, in der Käthchen ihr Leben riskiert – es ist die «Feuerprobe».

Kleist treibt es bunt mit den Genres

Kleists «Das Käthchen von Heilbronn» von 1810 ist Zaubermärchen, Schauerroman, Ritterdrama und Legende zugleich. Kleist treibt es mit den fantastischen Zufällen, den Geschichtsdaten, den Genres ziemlich bunt.

Barbara-David Brüesch studierte Regie an der Hochschule für Schauspielkunst Ernst Busch in Berlin. Seit 2001 Inszenierungen an verschiedenen Häusern. Seit der Spielzeit 2016/17 ist sie Hausregisseurin am Theater St. Gallen. Nebst dem Publikum zeigte sich auch die Presse begeistert. NZZ: «Die TZ-Aufführung ist lustig. Lustvoll schmeisst sie sich in Ritter-Klischees» und der «Tages-Anzeiger»: «Ein tolles Ensemble.»

9. Februar, 20 Uhr, Kanti-Aula. Abendkasse ab 19 Uhr, Vorverkauf bei Baeschlin Bücher oder kulturgesellschaft-glarus.ch.

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