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Ein Aussetzer führt zur Philosophie

Die Konzertsaison der Glarner Kulturgesellschaft ist zwar zu Ende, aber sie hat noch andere Anlässe im Köcher. Zum Beispiel wenn es um Comedy und Musik geht: Im Saal des Hotels «Schwert» in Näfels tritt der Berner Comedian und Musiker Nils Althaus auf.

Südostschweiz
26.04.18 - 04:30 Uhr
Kultur
Ein vielseitiger Künstler: Nils Althaus hat sich vom Liedermacher weiterentwickelt.
Ein vielseitiger Künstler: Nils Althaus hat sich vom Liedermacher weiterentwickelt.
PRESSEBILD

Wir funktionieren wie geölte Maschinen beim Rennen um die besten Plätze im globalen Wettbewerb. Nils Althaus rennt mit. Sprachlich virtuos, musikalisch, vielseitig – der Charmante unter den Bösen.

Und dann das. Althaus hat einen Aussetzer. Plötzlich wird es still. Das Getöse verstummt. Und während er sich wieder sammeln muss, hat Nils Althaus auf einmal die Musse, alles in Ruhe zu betrachten. Er lehnt sich zurück und beginnt zu kommentieren. Mit Scharfsinn und staubtrockenem Humor. Und am Ende bleiben zwei Fragen stehen, die er nur zusammen mit dem Publikum beantworten kann: Was ist ein gutes Leben und gehört dieser Abend dazu? Das verspricht eine Mitteilung der Veranstalter des Auftritts.

Weltverbesserung – eine Lüge!

Auf der Bühne hat Künstler Nils Althaus mit charmanten Liedern und witzigen Ansagen begonnen. Seither hat sich der in Bern wohnhafte Liedermacher immer mehr auch zu einem scharfsinnigen Satiriker gewandelt, der mit subtilem Humor und stoischer Beharrlichkeit unsere Welt in ihre Einzelteile zerlegt, heisst es in der Mitteilung. Als Schauspieler wurde er durch Rollen in «Tannöd», «Im Sog der Nacht» und «Eine we iig, der Dällebach Kari» bekannt. Und selbst seinen ersten erlernten Beruf, er ist nämlich diplomierter Biochemiker, lässt er in seinen selbst geschriebenen Programmen zuweilen wieder aufleben.

In seinem neusten Solostück zielt er auf Themen, die die Menschen in der Schweiz direkt etwas angehen – zum Beispiel den Niedergang der Presse, die Überforderung, welche durch die Multioptionsgesellschaft verursacht wird und die Lüge, dass die Menschen die Welt gar nicht verbessern können.

Samstag, 28. April, 20 Uhr, Saal im Hotel «Schwert», Näfels. Infos und Reservationen unter www.kulturgesellschaft-glarus.ch

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