Eine Reise in den Kanton vor 300 Millionen Jahren
Am Samstag haben sich im Ortsmuseum in Mollis die Tore zu einer spektakulären Dauerausstellung geöffnet. Thema: «Glarner Geologie und Fossilien». Gezeigt werden unter anderem Saurierspuren.
Am Samstag haben sich im Ortsmuseum in Mollis die Tore zu einer spektakulären Dauerausstellung geöffnet. Thema: «Glarner Geologie und Fossilien». Gezeigt werden unter anderem Saurierspuren.
von Hans Speck
Es sind Spiegelbilder der Vergangenheit. In der Ausstellung in Mollis werden unter anderem Exponate wie die ältesten Fossilien und Saurierspuren in der Schweiz gezeigt, Fragmente aus den Glarner Alpen sowie die berühmten Fischfossilien aus Engi.
Der Glarner Geologe Mark Feldmann entführte die Besucher der Vernissage auf eine Reise, die ins Glarnerland vor 300 Millionen Jahren zurückführt.
Der Publikumsaufmarsch war riesig und übertraf die kühnsten Erwartungen der Ausstellungsmacher Maria Wiederkehr, Ernst Bernhard, Sepp Oehler, Mark Feldmann und Marianne Nef, die Kuratorin des Ortsmuseums Mollis. Ein spezieller Tag war es für den Glarner Geologen Mark Feldmann. Mit viel Herzblut und Engagement hatte er sich langfristig und akribisch auf die Realisation dieser Ausstellung vorbereitet. Sein Fleiss, gepaart mit grosser Fachkompetenz, hat sich gelohnt.
Traum ist in Erfüllung gegangen
Mit Feldmanns Ausführungen und Erklärungen entführte er die Vernissage-Besucher in leicht verständlicher Weise auf eine spannende Zeitreise. Die vielen Anwesenden zeigten dabei grosses Interesse und waren von seinen Ausführungen und Erklärungen begeistert.
Die Ausstellung ist ohne finanzielle Unterstützung realisiert worden. Ihr Zweck und Ziel ist es, die Geologie im Glarnerland allen Interessierten anschaulich und verständlich näherzubringen.
Weiter soll die Wissenschaft des Aufbaus, der Zusammensetzung und Struktur der Erdkruste, der Eigenschaften ihrer Gesteine und ihrer Entwicklungsgeschichte, sowie der Prozesse, welche die Erdkruste formten und bis heute formen, anhand von einmaligen und seltenen Exponaten gezeigt werden. Für Mark Feldmann geht damit ein lang gehegter Traum in Erfüllung.
Ein Grab und ein Fressgang
In der Ausstellung wird alles gezeigt, was das Herz eines Geologen höherschlagen lässt. So finden sich Exponate wie die ältesten Fossilien der Schweiz, ein Grab und Fressgang aus der Karbonzeit, die ältesten Saurierspuren der Schweiz, ein Stromalith aus der Tödi-Region, ein Krokodilfragment aus den Glarner Alpen, eine Austernbank vom Vrenelisgärtli, ein Rudistenfragment vom Ruchenglärnisch sowie Fischfossilien aus Engi.
Die Ausstellung im Ortsmuseum Mollis wurde in den Räumen des ehemaligen Anna-Göldi-Museums eingerichtet. Das Ortsmuseum ist jeweils am Dienstag, Mittwoch, Samstag und Sonntag, von 14 bis 17 Uhr, geöffnet. Oder nach Vereinbarung.
Spezielle Führungen können unter E-Mail Info@geo-life.ch oder Telefon 078 660 01 96 vereinbart werden.
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