Glarner Verlegerin ehrt deutsche Autorin
«Enno Anders» der Autorin Astrid Frank ist «Kinderbuch des Jahres». Die Glarner Verlegerin Gaby Ferndriger würdigte es im Rahmen von «Zürich liest».
«Enno Anders» der Autorin Astrid Frank ist «Kinderbuch des Jahres». Die Glarner Verlegerin Gaby Ferndriger würdigte es im Rahmen von «Zürich liest».
Erstmals seit Jahren wurde am Sonntag in Zürich im Rahmen von «Zürich liest» wieder einmal der mit 5000 Franken dotierte Zürcher Kinderbuchpreis vergeben. Aus der Shortlist von sieben Titeln erkor die aus Erwachsenen und aus Schülern bestehende Jury einstimmig das Buch «Enno Anders» der deutschen Autorin Astrid Frank zum preisgekrönten Kinderbuch dieses Jahres.
Die Mitinitiatorin des Preises, die Glarner Verlegerin Gaby Ferndriger, wies in ihrem einführenden Referat darauf hin, dass gerade die Primarstufe die eigentlich wichtigste Altersgruppe der angehenden Leserinnen und Leser sei. Es zeige sich in vielen Untersuchungen, dass die Einstellung zur Buchaffinität von Kindern auf ebendieser Stufe einer eigentlichen Weichenstellung gleichkomme. Gelinge es jungen Müttern, Eltern, Lehrern und Erziehern dann, die Begeisterung für gute Geschichten zu wecken, sei die Chance auch im Zeitalter der elektronischen Medien überdurchschnittlich gross, dass aus Geschichtenbegeisterten neugierige junge Leser, wenn nicht sogar richtige Leseratten würden.
Ferndriger bedauerte, dass die Primarstufe heute noch buchstäblich am «Katzentisch der Literatur- und Leseförderung» angesiedelt sei und sagte, dass der Zürcher Kinderbuchpreis hier ganz bewusst die Aufmerksamkeit auf Bücher lenken wolle, die junge Leser in diesem entscheidenden Stadium ihres Lebens an das Buch heranzuführen vermöchten – im besten Falle für ein ganzes Leben.
Trotz viel Talent ein Aussenseiter
Die Kritikerin und Journalistin Christine Loetscher würdigte das preisgekrönte Buch von Astrid Frank, das einfühlsam schildere, wie ein Junge, der zwar viele Talente habe, aber trotzdem Aussenseiter bleibe, unerschrocken nach seinem Platz in der Welt suche und dabei auf echte Freundschaft zählen könne.
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