Aus den Bildern spricht Lebensfreude
Geöffnet ist die Ausstellung noch bis Ende Februar 2018 in den Fluren des Fridlihuuses Glarus. Besonders macht sie der Umstand, dass eine Mitarbeiterin und eine Bewohnerin der Tagesstätte für erwachsene Menschen mit einer Körperbehinderung ihre Werke gemeinsam zeigen.
Geöffnet ist die Ausstellung noch bis Ende Februar 2018 in den Fluren des Fridlihuuses Glarus. Besonders macht sie der Umstand, dass eine Mitarbeiterin und eine Bewohnerin der Tagesstätte für erwachsene Menschen mit einer Körperbehinderung ihre Werke gemeinsam zeigen.
Die Künstlerin Ida Petruzzi gehört zu den langjährigen Bewohnerinnen des Fridlihuuses Glarus, Esther Kobelt ist als Mitarbeiterin mit einem kleinen Pensum dort beschäftigt. Ihr Team bietet im Atelier kreative Nachmittage an, an denen gemalt oder getöpfert wird. Weil regelmässig im Haus kleinere Ausstellungen organisiert werden, lag es nahe, die beiden anzufragen. Sie sagten gern zu. 44 Werke werden nun im Parterre präsentiert, Esther Kobelts Bilder sind käuflich, jene von Ida Petruzzi nicht.
Zur Vernissage begrüsste Fritz Marburg, emeritierter Dozent für Kunsttherapie und Wahlglarner, die Anwesenden im Foyer. Er lenkte mit seinen Worten die Blicke der Besucher auf die unterschiedlichen Stile der Künstlerinnen: «Wer von beiden kommt wohl von der Farbe her und bei wem zeigen sich vor allem Formen?», fragte er und ermunterte zur Zwiesprache mit den Bildern und den Malerinnen.
Landschaften und Motivgruppen
Während Ida Petruzzi vor allem stimmungsvolle Landschaften mit Aquarell aufs Papier bringt, sind bei Esther Kobelt diverse Motivgruppen vertreten: Gemälde zu hebräischen Buchstaben, Muster in starken Farbkontrasten, eine neue Serie von Schwertlilien und zu weiteren Themen wie zum Beispiel Hand, Zwetschge oder Stiefmütterchen.
«Wer von beiden kommt wohl von der Farbe her und bei wem zeigen sich vor allem Formen?»
Die Begrenzung der Bilder durch Rahmen, so Marburg, stelle bei einigen keine unbedingte Grenze dar. Im Grunde sei die Farbe immer da, sie fliesse weiter. So wie das Leben der Künstlerinnen, das sich mit all seinen Facetten, mit dunklen und hellen Farben, mit Freuden und Schmerzen in ihren Werken abbildet.
Diese Gedanken teilen Petruzzi und Kobelt in einer ebenfalls gerahmten Erläuterung mit, die dem Entree gegenüber hängt. Aus den Bildern selber sprechen Lebensfreude, -energie und der Blick für das Schöne, sei es gegenständlich oder zeichenhaft geheimnisvoll. Sie leuchten einem rechts und links aus den Fluren im Parterre entgegen und sind so aufgehängt, dass sie auch vom Rollstuhl aus bequem betrachtet werden können.
Die Ausstellung im Fridlihuus ist bis zum 28. Februar 2018, jeweils von 9 bis 17.30 Uhr, zugänglich.
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