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Ich weine, also bin ich

Partykönig Harry Hustler verklickert Euch jeden Freitag die angesagtesten Partys, die gerade anstehen. Organisierst auch Du eine Party in der Region und der König weiss es (noch) nicht? Schreib einfach eine E-Mail auf hhustler@suedostschweiz.ch, und schon ist Abhilfe geschaffen.

Südostschweiz
01.09.17 - 05:00 Uhr
Kultur
Auch Männer weinen.
Auch Männer weinen.
PIXABAY

Es soll Elefanten geben, die aus Mitgefühl weinen. Damit wären aber Elefanten nebst den Menschen die einzigen Säugetiere, die emotionale Tränen vergiessen. Tränen produzieren allerdings alle. Beim Menschen unterscheidet man dabei drei Typen: die reflektorischen Tränen, die durch einen Reiz von aussen entstehen, die basalen Tränen, die das Auge befeuchten und reinigen, und die emotionalen Tränen. Wieso es Letztere gibt, weiss niemand so genau. Schliesslich gibt es Menschen, die ganz gut durchs Leben kommen, ohne je geweint zu haben.

Deshalb konzentriert sich die Wissenschaft eher auf die Frage, wer wann wie oft weint. Dabei fand man beispielsweise heraus, dass Frauen öfter weinen als Männer, aber erst ab dem 13. Lebensjahr. Das zeigt, dass das Tränenvergiessen stark kulturell bedingt ist, aber auch sehr individuell. Denn gewisse heulen bei einem Abschied, andere bei den ersten Takten ihres Lieblingssongs. Die Musikpassage, die bisher am meisten Tränen ausgelöst hat, ist übrigens laut dem Psychologen John Siaboda der Start der dritten Satzfolge von Rachmaninows zweiter Sinfonie.

Leider klärt der Musikgeschmack die Frage nach der Funktion der emotionalen Tränen aber nicht so wirklich. Klar ist nämlich einzig, dass Weinen als menschlich empfunden wird und Mitgefühl auslöst. So à la: Ich weine, also bin ich. Doch damit ist die Frage, warum es Menschen gibt, die nicht weinen, ebenso wenig beantwortet wie jene nach dem Unterschied zwischen einem Banjo und einer Zwiebel. Letztere kann zum Glück aber ich beantworten: Denn niemand weint, wenn man ein Banjo aufschneidet …

Zum Programm: Heute Freitag startet dann der «Beat Club» in Chur mit einem Konzert von Bluestouch in die Saison, Toru mixt im «Selig», Mario Delazo heizt der «Felsenbar» ein, und im «Viva» ist zum letzten Mal Surfers Paradise. Derweil findet in der «Karbidhalle» in Thusis eine Blues & Rock Night mit Musik von Meena Cryle & The Chris Fillmore Band und The Steepwater Band statt, C’est si B.O.N. überrascht im «Cinema Sil Plaz» in Ilanz (morgen nochmals), Magic Mike belebt die After Race Party in der «Wandelbar» in Arosa (morgen nochmals), und Joe Vox & Captain Marvin B. Groove musizieren in der «Sportbar» in Pontresina.

In Rapperswil-Jona feiert der Skatestore «Esperanto» 10-Jahr-Jubiläum mit Konzerten von Knuts Koffer, Outta Mind und DJ-Sets von Bensai, Spaghuzz und Aldäwaldä, das Drachenbootrennen zelebriert bereits das 25-jährige Bestehen mit Konzerten von The Surfers und Urban im «Lido», und Fly, Bynomic und Beat Kobel housen in der «Rössli-Bar». In St. Gallen rockt Dirty Sound Magnet in der «Grabenhalle», und Mind Against und Paco Osuna beehren das Takt am See in Romanshorn.

In Zürich gibt es Elektronisches mit Luka Hess in der «Zukunft», Punk mit Serum 114 im «Komplex Klub», Techhouse mit Alex Niggemann, Ruede Hagelstein und den Adana Twins im «Hive», und Rap mit Big Zis am Theaterspektakel.

Morgen Samstag tauft dann Masquerade die neue Platte im «Beat Club» in Chur (Vorbands sind Blow Job und Divension), DJ Pfund 500 bounct im «Viva», DJ 2Hot mixt im «Selig», Nappy G legt nach der Kleiderbörse im «Etniko» Tropisches auf, und im «City West» ist Clubbing 23 mit Musik von Disko.Sam und Mo.Re. Derweil sorgt Tawnee im «Kirchner Museum» in Davos für einen gelungenen Abschluss der Museumsnacht, DJ Creaminal steht dem «Weinkeller» in Lenzerheide hinter den Decks, und im «Nangijala» in Disentis ist Daydance mit DJ Queck.

In Rapperswil-Jona gehen sowohl die Feierlichkeiten des «Esperanto» mit ein Konzert von Hazer Baba, als auch jene des Drachenbootrennens mit der legendären Party im «Lido» mit DJ Nameless weiter, und De Luca und The Souls bringen gute Vibes ans Open Air Greifensee. In St. Gallen pumpt Marco Bailey Technobeats durchs «Kugl», Salimba & Salazar elektrisieren die «Tankstell», und die «Brennerei» in Mels startet mit Fame Luck in die Saison.

In Zürich gibt es Voodoohop mit Carrot Green im «Kauz», Punk mit Kaelan Mikla & Dear Deer im «Dynamo», und Live Elektronik mit Amorf und Cezar im «Supermarket». Euer Partykönig wünscht Hals- und Tanzbeinbruch.

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