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Ein Buch für und über Nidfurn

Ulrich Knobel, aufgewachsen in und Bürger von Nidfurn, Wahlzürcher und Heimwehglarner, hat seiner Heimat ein Buch gewidmet. Die Erscheinung von «Nidfurner Bilder» wird heute im Landvogthaus Nidfurn mit einer Bilderschau gefeiert.

Südostschweiz
13.05.17 - 07:00 Uhr
Kultur
Ulrich Knobel hat ein Buch über sein Heimatdorf Nidfurn geschrieben.
Ulrich Knobel hat ein Buch über sein Heimatdorf Nidfurn geschrieben.
Ulrich Knobel hat ein Buch über sein Heimatdorf geschrieben.

Eine Chronik habe er nicht schreiben wollen, merkt Ulrich Knobel bescheiden im Vorwort zum immerhin 130Seiten starken DIN-A4- Werk mit dem Titel «Nidfurner Bilder» an. Denn eine umfassende Dokumentation sei schon darum unmöglich, weil Akten mit Informationen vieler Jahrzehnte 1990 einer Überschwemmung im Schulhauskeller zum Opfer gefallen waren.

Doch Bilder können viel sagen: Immer wieder werden alte SchwarzWeiss-Fotos farbigen aus neuerer Zeit gegenübergestellt: Luft- und andere Landschaftsbilder, Fotos von Schulund Kindergartenklassen, prominente Gebäude wie die Blumerhäuser, die Hirschenreihe, die Jenny-Fabriken.

Die Landwirtschaft, der Verkehr (1879 erhielt Nidfurn den Bahnhof, damals gar noch mit zwei Gleisen; 1945 eine inzwischen eingestellte Luftseilbahn), Wasserversorgung, Bräuche, Feste, Vereine, Feuerwehr, Sport- und Musikaktivitäten, Nidfurner Künstler und mehr: Ein schillerndes, aussagekräftiges Panoptikum ist entstanden.

Doch etwas Geschichte

Bilder von Unwettern und Naturkatastrophen lassen staunen. Hinzugefügt hat Ulrich Knobel in Tabellen und einigen kompakten Textblöcken wichtige Fakten – und eben doch, beginnend mit «um 1300», einen kurzen Abriss der Nidfurner Geschichte.

Die Fotos stammen vom Autor selber, von Profis wie Hans Schönwetter und Fridolin Walcher, aber auch von anderen Bildreportern und Einwohnern verschiedener Zeiten.

Einblicke ins Dorfleben

Alles in allem ein Buch, das mehr als nur die Bewohner von Nidfurn interessieren mag, weil es auch Einblicke in die Glarner und überhaupt in die schweizerische Dorfkultur gibt und geschichtliche Entwicklungen am Beispiel Nidfurns konkret sichtbar macht. Es wurde vom Autor konzipiert, recherchiert,geschrieben und gelayoutet und ist im April in der Glarner Druckerei Küng produziert worden.

Der Verkauf–bewusst mit einem moderaten Preis – deckt die immense Arbeit nicht; für den Druck unterstützten die Kulturförderung des Kantons und Sponsoren. Mit einer ISBN-Nummer, vom Baeschlin-Verlag auf Kommissionerworben, ist es über den Buchhandel zu beziehen, oder beim Autor.

Buchpräsentation heute um 19 Uhr im Landvogthaus Nidfurn.
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