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«Wir lassen uns nicht behindern»

Pro Infirmis lanciert ein Projekt, dass den Austausch von Menschen mit und ohne Behinderung fördern soll. Ab sofort können Musikvideos zum Slogan «Wir lassen uns nicht behindern» eingereicht werden.

Südostschweiz
Dienstag, 28. März 2017, 07:10 Uhr Pro Infirmis Kristall 2017
Katrin Thuli-Gartmann, Kantonale Geschäftsleiterin Pro Infirmis, Silja und Hampa Rest, Marketingverantwortlicher GKB, an der Medienorientierung «Eine Stimme für jeden». Bild Marco Hartmann

Silja, die eine geistige Behinderung hat, trommelt voller Freude auf ihrem Schlagzeug. Dazu spielt der Musiker Hampa Rest auf seiner Gitarre und singt. Am Schluss klatscht Silja enthusiatisch mit Rest ab. 

Solche Szenen sollen in den nächsten Wochen viele enstehen. Die Fachorganation Pro Infirmis hat nämlich den Startschuss zu einem Musikvideo-Projekt gegeben. Dabei wird die Bündner Bevölkerung zur Produktion selbstproduzierter Videos zum Thema «Wir lassen uns nicht behindern» aufgerufen.

Der Wettbewerb findet unter dem Mantel des Pro Infirmis Kristalls statt, der bereits zum 13. Mal vergeben wird und der sich zum Ziel setzt, Menschen für die Bedürfnisse von Behinderten zu sensiblisieren.  

Bis am 31. August können die Beiträge eingereicht werden. Danach werden durch ein Publikumsvoting die zehn besten auserkoren und einer Jury mit Musikern, Politikern, Unternehmern und Menschen, die mit Behinderten zu tun haben, vorgelegt. Neben Rest beteiligen sich noch weitere Musiker wie Gimma oder Sandro Dietrich. Sie zeigen mit Demovideos, wie die Beiträge aussehen könnten. 

Das Projekt mit dem Titel «Eine Stimme für Jeden» soll laut der kantonalen Geschäftsführerin der Pro Infirmis, Katrin Thuli-Gartmann, eine breite Öffentlichkeit erreichen.  Dies sei auch der Grund, wieso die Pro Infirmis sich für ein Musikprojekt entschieden habe. (kup)

An der Aktion beteiligen kann man unter www.musik-unterscheidet-nicht.ch.

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