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Durchschnittliche Hochjagd in Graubünden

Die Hochjagd in Graubünden ist vorbei und so konnte das Amt für Jagd und Fischerei (AJF) ein erstes Fazit ziehen. Im Schnitt der letzten zwanzig Jahre liegen die Abschusszahlen leicht über dem Mittelwert.

Davoser
Zeitung
04.10.24 - 07:00 Uhr
Klima & Natur
Die Davoser können auf eine zufriedenstellende Hochjagd zurückblicken.
Die Davoser können auf eine zufriedenstellende Hochjagd zurückblicken.
zVg
Noch sei es zu früh, um genaue ­Zahlen nennen zu können, meint Lukas Walser, Abteilungsleiter Wild und Jagd beim AJF. Die genauen regionalen Zahlen würden Ende des Monats folgen. Doch den jetzigen Hochrechnungen zufolge wurden rund 3500 Hirsche und 2600 Rehe geschossen. Diese Zahlen sind leicht ­höher als der Mittelwert der letzten zwanzig Jahre. «Gerade wenn man anschaut, dass die Hirschbestände generell etwas kleiner geworden sind, ist die Abschusszahl bei diesen aber doch sehr gut», erklärt Walser. Allerdings seien weniger Gämse erlegt worden. Dies habe vor allem mit den schwierigen Bedingungen zu tun. So habe in der ersten Periode der Jagd ein starker Wind geherrscht und in der zweiten kam der Wintereinbruch. Alles in allem könne man aber sehr zufrieden sein. So hört man auch von den Davoser Jägerinnen und Jägern, die man auf der Strasse antrifft, durchwegs positive Rückmeldungen. Nach der Hochjagd folgt nun die ­Niederjagd. Diese hat am 1. Oktober gestartet und dauert noch bis am 11. November.

Wieso heisst es Hoch- und Niederjagd

Doch weshalb gibt es die Hoch- und Niederjagd? Dies hat nicht etwa mit der Schulterhöhe der Tiere zu tun. Zurückzuführen ist dies auf die guten, alten Zeiten, als es noch Adlige und weniger Adlige gab. So wird als Niederwild diejenigen Arten bezeichnet, die nur vom «niederen» Adel bejagt werden durften. Alle anderen Wildarten zu erlegen war hingegen das Privileg des Hochadels. Diese Wildarten werden deshalb «Hochwild» genannt. Zu hoffen ist, dass in Zukunft lediglich die Namen bleiben werden und wir nicht wieder in die Zeit des Adels fallen.

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