Der Biodiversität auf der Spur
Während einer Projektwoche hat die 5. Klasse des Schwerpunktfaches Biologie/Chemie der Schweizerischen Alpinen Mittelschule Davos (SAMD), untersucht, welchen Einfluss wir Menschen und das Klima auf die Biodiversität haben.
Während einer Projektwoche hat die 5. Klasse des Schwerpunktfaches Biologie/Chemie der Schweizerischen Alpinen Mittelschule Davos (SAMD), untersucht, welchen Einfluss wir Menschen und das Klima auf die Biodiversität haben.
Die Ergebnisse zeigen, dass Pflanzen bei höheren Lufttemperaturen und mit mehr Nährstoffen deutlich besser gedeihen. Obwohl sich das zunächst gut anhört, bedeutet es für die Biodiversität im Alpenraum aber oft etwas Anderes. Denn Pflanzen, die bisher in den höheren Gebieten der Berge nicht vorkommen, könnten in Zukunft die dort heimischen Pflanzenarten verdrängen und so die Biodiversität gefährden. Dies macht deutlich, dass die Folgen des Klimawandels ernst genommen und Massnahmen ergriffen werden müssen, um die alpine Vegetation zu schützen. Die Ergebnisse zeigen ausserdem, dass der Einsatz von Düngemitteln nicht immer nur die gewünschten Effekte hat. So sollte auch die Verwendung von Düngemitteln kritisch hinterfragt werden, um die Biodiversität und das Gleichgewicht in unseren Ökosystemen zu erhalten.
Anna und Giulia: «Die Woche hat uns einen neuen Blickwinkel auf die Natur verschafft, und uns wurde viel Neues über Neophyten und andere wichtige Aspekte der Biodiversität beigebracht.»
In einem dritten Experiment haben wir die Schulwiese in zwei Hälften geteilt. Die eine Hälfte wurde regelmässig gemäht und die andere blieb über den Sommer unberührt. Ziel war es, die Unterschiede in der Artenvielfalt und der Anzahl der Insekten zwischen diesen beiden Flächen zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigen, dass auf einer ungemähten Wiese im direkten Vergleich fast 400 Prozent mehr Insekten leben als auf einer regelmässig gemähten Fläche. Diese eindrucksvollen Ergebnisse machen deutlich, dass weniger Mähen entscheidend für den Erhalt der Insektenpopulationen sein kann. Manchmal wäre es also besser, einfach den Mut zu haben, die Wiese ungemäht sich selbst zu überlassen!
Yunyi: «Ich bin nicht mehr allzu angeekelt von Insekten.»
Dank der Projektwoche, während der die Schülerinnen und Schüler von der Biologin Anne Kempel der Forschungsgruppe Gebirgsökosysteme des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF sowie von den Lehrern Dmitriy Khoroshev und Alexander Fehr begleitet wurden, konnten viele neue Einsichten gewonnen werden. Dazu beigetragen haben auch die spannenden Vorträge und hilfreichen Inputs der SLF-Wissenschaftler Michael Zehnder, Julien Bota, Christian Rixen und Peter Bebi. Die Projektwoche wurde abgerundet durch eine Exkursion mit der Botanikerin Sonja Wipf, die viel Neues zum Thema invasive Neophyten beibringen konnte.
Riet: «Ich habe mein Verständnis für den Einfluss des Menschen auf die Natur erweitert.»
Wir bitten um euer Verständnis, dass der Zugang zu den Kommentaren unseren Abonnenten vorbehalten ist. Registriere dich und erhalte Zugriff auf mehr Artikel oder erhalte unlimitierter Zugang zu allen Inhalten, indem du dich für eines unserer digitalen Abos entscheidest.
Bereits Abonnent? Dann schnell einloggen.