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Der Biodiversität auf der Spur

Während einer Projektwoche hat die 5. Klasse des Schwerpunktfaches Biologie/Chemie der Schweizerischen Alpinen Mittelschule Davos (SAMD), untersucht, welchen Einfluss wir Menschen und das Klima auf die Biodiversität haben.

Davoser
Zeitung
13.10.24 - 12:00 Uhr
Klima & Natur
Dank Experimenten konnten die Teilnehmenden einiges lernen.
Dank Experimenten konnten die Teilnehmenden einiges lernen.
zVg
Die Gruppen führten dazu über den Sommer mehrere Experimente auf der Wiese vor unserer Schule durch. Im ersten Experiment simulierten die Schülerinnen und Schüler mittels einer sogenannten «Open Top Chamber» – einer Art Mini-Treibhaus, das die Vegetation um 1 – 2 °C erwärmt – die Auswirkungen des Klimawandels auf die Vegetation im Alpenraum. Insbesondere untersuchten die Nachwuchsforschenden, wie sich steigende Temperaturen auf die Produktion von Biomasse auswirken. Im zweiten Experiment haben die Gruppen ein Stück Wiese mit Dünger behandelt, um die Auswirkungen von Düngemitteln auf das Wachstum der Pflanzen zu erforschen.

Die Ergebnisse zeigen, dass Pflanzen bei höheren Lufttemperaturen und mit mehr Nährstoffen deutlich besser gedeihen. Obwohl sich das zunächst gut anhört, bedeutet es für die Biodiversität im Alpenraum aber oft etwas Anderes. Denn Pflanzen, die bisher in den höheren Gebieten der Berge nicht vorkommen, könnten in Zukunft die dort heimischen Pflanzenarten verdrängen und so die Biodiversität gefährden. Dies macht deutlich, dass die Folgen des Klimawandels ernst genommen und Massnahmen ergriffen werden müssen, um die alpine Vegetation zu schützen. Die Ergebnisse zeigen ausserdem, dass der Einsatz von Düngemitteln nicht immer nur die gewünschten Effekte hat. So sollte auch die Verwendung von Düngemitteln kritisch hinterfragt werden, um die Biodiversität und das Gleichgewicht in unseren Ökosystemen zu erhalten.

Anna und Giulia: «Die Woche hat uns einen neuen Blickwinkel auf die Natur verschafft, und uns wurde viel Neues über Neophyten und andere wichtige Aspekte der Biodiversität beigebracht.»

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In einem dritten Experiment haben wir die Schulwiese in zwei Hälften geteilt. Die eine Hälfte wurde regelmässig gemäht und die andere blieb über den Sommer unberührt. Ziel war es, die Unterschiede in der Artenvielfalt und der Anzahl der Insekten zwischen diesen beiden Flächen zu untersuchen. Die Ergebnisse zeigen, dass auf einer ungemähten Wiese im direkten Vergleich fast 400 Prozent mehr Insekten leben als auf einer regelmässig gemähten Fläche. Diese eindrucksvollen Ergebnisse machen deutlich, dass weniger Mähen entscheidend für den Erhalt der Insektenpopulationen sein kann. Manchmal wäre es also besser, einfach den Mut zu haben, die Wiese ungemäht sich selbst zu überlassen!

Yunyi: «Ich bin nicht mehr allzu angeekelt von Insekten.»

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Die Schülerinnen und Schüler hören aufmerksam den Ausführungen der Expertin zu.
Die Schülerinnen und Schüler hören aufmerksam den Ausführungen der Expertin zu.
zVg

Dank der Projektwoche, während der die Schülerinnen und Schüler von der Biologin Anne Kempel der Forschungsgruppe Gebirgsökosysteme des WSL-Instituts für Schnee- und Lawinenforschung SLF sowie von den Lehrern Dmitriy Khoroshev und Alexander Fehr begleitet wurden, konnten viele neue Einsichten gewonnen werden. Dazu beigetragen haben auch die spannenden Vorträge und hilfreichen Inputs der SLF-Wissenschaftler Michael Zehnder, Julien Bota, Christian Rixen und Peter Bebi. Die Projektwoche wurde abgerundet durch eine Exkursion mit der Botanikerin Sonja Wipf, die viel Neues zum Thema invasive Neophyten beibringen konnte.

Riet: «Ich habe mein Verständnis für den Einfluss des Menschen auf die Natur erweitert.»

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Auf der ungemähten Wiese fanden sich fast 400 Prozent mehr Insekten als auf dem gemähten Teil.
Auf der ungemähten Wiese fanden sich fast 400 Prozent mehr Insekten als auf dem gemähten Teil.
zVg
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