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Fünfte internationale Auszeichnung für Cezmi und Mübeccel Akdis

Die renommierte Zhejiang-Universität in China verleiht dem in Davos forschenden Ehepaar Cezmi und Mübeccel Akdis vom Schweizerischen Institut für Allergie- und Asthmaforschung (SIAF) die Ehrenprofessur. Die feierliche Übergabe fand im Mai in Hangzhou statt. Damit werden ihre wegweisenden Arbeiten zur Immunologie und die Entwicklung der «Epithelialen Barrieretheorie» international gewürdigt.

Davoser
Zeitung
29.05.25 - 12:00 Uhr
Ereignisse
Die dem Forschereehepaar überreichten Zertifikate.
Die dem Forschereehepaar überreichten Zertifikate.
zVg
Die Zhejiang-Universität in Hangzhou, eine der drei besten und ältesten Universitäten Chinas, zeichnete Professor Dr. Cezmi Akdis und Professor Dr. Mübeccel Akdis mit der Ehrenprofessur aus. Die Hochschule zählt über 53 000 Studierende, sieben Fakultäten und 36 Fachbereiche. Für das Ehepaar Akdis ist es bereits die fünfte Ehrenprofessur – zuvor wurden sie von der Universität Bursa Uludag (Türkei), der Pekinger Kantonaluniversität, der Universität Wuhan (China) sowie der Harvard University (USA) geehrt. «Diese Auszeichnung erfüllt uns mit grossem Stolz», so das Paar, das am Schweizerischen Institut für Allergie- und Asthmaforschung (SIAF) tätig ist.

Entscheidende Impulse

Die Auszeichnung würdigt ihre be­deutende Forschung auf dem Gebiet der Immunologie. Am SIAF entwickelten sie unter anderem das Konzept der Immuntoleranz beim Menschen weiter und führten dazu erstmals antigenspezifische, ­klinisch relevante Humanstudien durch. Ihre Erkenntnisse lieferten entscheidende Impulse für die Therapie allergischer Erkrankungen und führten zur Ent­deckung mehrerer relevanter Zellsub­typen des menschlichen Immunsystems.

Erklärung für Erkrankungen

Ein weiterer Meilenstein war die Entwicklung der sogenannten «Epithelialen Barrieretheorie» am SIAF. Diese liefert eine zentrale Erklärung für die Entstehung und Verschlimmerung zahlreicher chronischer, nicht übertragbarer Erkrankungen – darunter Allergien, Autoimmun- und neuropsychiatrische Krankheiten. Weltweit sind davon über zwei Milliarden Menschen betroffen, und die jährliche Gesundheitsbelastung liegt bei mehr als 10 Billionen US-Dollar. Die Theorie wurde international breit rezipiert – unter anderem in der Washington Post, im Boston Globe, bei BBC Science und in New Scientist. Auch während der Covid-19-Pandemie leisteten die Akdis Pionierarbeit – so veröffentlichten sie bereits im Februar 2020 eine erste Serie mit 140 Erkrankungsfällen. Insgesamt publizierten sie über 50 wissenschaftliche Arbeiten zu Covid-19. Auch der von ihnen ins Leben gerufene internationale Kongress «World Immune Regulation Meeting» war während der Pandemie online zugänglich und ermöglichte eine weltweite  Teilnahme.

Von Davos hinaus in die Welt

Neben ihrer Forschung engagieren sich die beiden stark in der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses. Über 200 Forschende aus aller Welt wurden durch sie betreut – mit besonderem Fokus auf Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Entwicklungsländern.

Mit über 800 wissenschaftlichen Publikationen gehören Cezmi und Mübeccel Akdis zu den meistzitierten Wissenschaftlern der Universität Zürich und prägen den internationalen Diskurs in der medizinischen Forschung entscheidend mit.

Ihre beeindruckende Laufbahn und ihr unermüdliches Engagement zeigen, welch bedeutende Beiträge aus dem ­kleinen, aber international vernetzten Forschungsstandort Davos in die Welt ­hinausgehen können.

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