Polizei und Armee informierten über den WEF-Einsatz
Am Freitag, 16. Januar, informierten die Kantonspolizei Graubünden und die Armee im Landratssaal an einer Medienorientierung über ihren Einsatz während des bevorstehenden World Economic Forums.
Am Freitag, 16. Januar, informierten die Kantonspolizei Graubünden und die Armee im Landratssaal an einer Medienorientierung über ihren Einsatz während des bevorstehenden World Economic Forums.
Einordnung der aktuellen Lage
Schlegel ordnete den Einsatz vor dem Hintergrund der aktuellen geopolitischen Lage ein. Die weltweiten Konflikte führten zu erhöhten Spannungen, auch in Europa. Der Einsatz rund um das WEF stelle die Sicherheitskräfte in «stürmischen Zeiten» vor eine grosse Herausforderung. Gleichzeitig betonte Schlegel, man habe ein robustes Sicherheitsdispositiv aufgebaut, die Lage präsentiere sich ruhig.
Erprobte Abläufe
Der WEF-Einsatz stützt sich auf ein seit Jahren erprobtes Vorgehen, das in seinen Grundzügen gegenüber den Vorjahren unverändert bleibt. Dazu gehören Verkehrslenkung, Objekt- und Personenschutz, Sicherheitszonen sowie Massnahmen zur Drohnenerkennung und -abwehr.
Unterschiede zu den Vorjahren ergeben sich vor allem aus der hohen internationalen Präsenz. Zum diesjährigen WEF werden 123 Personen mit Schutzstatus sowie rund 400 Personen mit völkerrechtlichem Schutz erwartet. Darunter befinden sich rund 65 Staats- und Regierungschefs sowie Teilnehmende aus dem Kreis der G7. Die Teilnahme von Donald Trump führt zu einem erhöhten Einsatzaufwand.
Bewilligte Kundgebungen
An den bewilligten Kundgebungen in Davos hat sich gegenüber dem Vorjahr nichts verändert. Stand heute sind zwei grössere Aktionen bewilligt: die Protestwanderung von Strike WEF am Samstag und Sonntag von Küblis nach Davos sowie eine Platzkundgebung der Juso Graubünden am Sonntag. Daneben sind kleinere Aktionen angekündigt; weitere Demonstrationen finden in Zürich und Bern statt.
Unterstützung durch die Armee
Die Armee unterstützt die zivilen Behörden während des WEF. Maurizio Dattrino, Kommandant der Territorialdivision 3, informierte über den militärischen Einsatz vom 13. bis längstens 29. Januar. Während die Einsatzverantwortung bei der Kantonspolizei liegt, führt die Armee ihre Truppen selbstständig. Zu den Aufgaben zählen unter anderem der Schutz baulicher Objekte, die Überwachung des Luftraums, logistische Leistungen sowie sanitätsdienstliche Unterstützung.
Zusammenarbeit und Kosten
Zentral für den WEF-Einsatz ist die enge Zusammenarbeit zahlreicher Partnerorganisationen. Insgesamt arbeiten rund 250 Stellen zusammen. Neben Polizei und Armee sind dies unter anderem Grenz- und Zolldienste, die SBB sowie weitere zivile und militärische Organisationen. Die Koordination erfolgt national.
Auch zu den Kosten wurde informiert. Das Kostendach liegt bei 9 Millionen Franken, wie im Rahmen des Bundesbeschlusses vom 18. September 2024 für die WEF-Jahre 2025 bis 2027 definiert. Im Jahr 2025 blieb der Aufwand leicht unter dem bewilligten Budget. Für das laufende Jahr wird ein ähnliches Ergebnis erwartet, sofern keine unvorhergesehenen Ereignisse eintreten.
Zum Abschluss dankten die Verantwortlichen der Bevölkerung für das Verständnis während der WEF-Woche. Beide Referenten standen den Medienschaffenden im Anschluss für persönliche Gespräche zur Verfügung.
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