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«Wir machen offensichtlich das Richtige»

Der HCD hat am Mittwochabend zu Hause Genf-Servette gleich mit 6:2 abgefertigt. Tino Kessler, einer der Torschützen, spricht über den Match, die Davoser Heimstärke und den beeindruckenden Lauf des souveränen Tabellenführers.

Davoser
Zeitung
05.12.25 - 17:00 Uhr
Eishockey
Tino Kessler setzt Genf-Servette mit viel Zug unter Druck.
Tino Kessler setzt Genf-Servette mit viel Zug unter Druck.
Die Matchuhr auf dem grossen Stadionwürfel in der «zondacrypto-Arena» zeigt am Mittwochabend 25:35 Spielminuten an. Tino Kessler hat soeben nach einem genauen Zuspiel von Enzo Corvi im Powerplay zum 4:1 getroffen. Es ist in diesem Match die frühe Entscheidung. Servettes Stürmer Tim Bozon sah den Treffer nicht einmal von der Strafbank aus. Er wurde wegen eines Kniechecks gegen HCD-Verteidiger Davyd Barandun, der sich dabei verletzte, von den Headschiedsrichtern mit fünf Strafminuten belegt und mit einer Spieldauerdisziplinarstrafe gleich unter die Dusche geschickt. Noch während des gleichen «Fünfers» erhöhte Filip Zadina eine Minute später auf 5:1 für Davos, womit er den Genfern noch vor Spielhälfte die letzten Hoffnungen auf einen Punktgewinn knickte.

«Unser Auftritt war in Ordnung. Vorne verwerteten wir unsere Torchancen, und hinten gestanden wir den Genfern nicht allzu viel zu. Es war ein guter Abend für uns», stellt Kessler wenige Minuten nach Spielschluss fest. Bereits am letzten Samstag waren sich die beiden Mannschaften gegenüber gestanden. Damals in Genf, und die Servettiens behielten in einer umkämpften Partie das bessere Ende für sich. In der Verlängerung erzielte ihr finnischer NHL-Superstar Jesse Puljujärvi das entscheidende 3:2. «Diesmal hatten die Servettiens die lange Anreise und nicht wir. Wir waren in unserem Heimspiel aktiver als in Genf und nutzten unsere Möglichkeiten. Der Gegner trat nicht ganz so aggressiv auf wie vier Tage zuvor im eigenen Stadion», vergleicht Kessler.

«So kann es weitergehen»

Die Heimbilanz des HCD wird in der laufenden Meisterschaft immer beeindruckender. Im 16. Heimspiel feierten die Davoser am Mittwochabend ihren 15. Heimsieg. Einzig gegen Ambri hatten sie bislang das Eis nach einer 4:6-Niederlage als Verlierer verlassen müssen. «Wir fühlen uns wohl hier in der «zondacrypto-Arena», mit unseren vielen lautstarken und treuen Fans im Rücken», meint Kessler zur Erfolgsserie und fährt fort: «So kann es von mir aus weitergehen». Der 29-jährige Flügelstürmer trägt seinen Teil dazu bei, dass der HCD nach 30 Runden die Tabelle in der National League souverän mit 14 Punkten Vorsprung auf seinen ersten Verfolger Lausanne anführt. Kessler selber weist bereits 18 Skorerpunkte auf – je neun Tore und Assists stehen auf seinem Konto. Zum Vergleich: Letzte Saison hatte er in 41 Qualifikationsspielen 21 Skorerpunkte realisiert. Über seine gute persönliche Bilanz mag Kessler nicht gross sprechen. «Ja, es läuft sehr gut. Alle in unserem Team spielen eine super Saison, jeder macht einen hervorragenden Job», bemerkt der Stürmer. «Wenn man so oft gewinnt wie wir, machen wir offensichtlich das Richtige. Dank der vielen Siege stimmt natürlich auch das Selbstvertrauen. Dann geht es leichter, die Automatismen klappen. Man spielt sich fast etwas in einen Rausch. Wir wissen, dass wir in jedem Match gute Gewinnchancen haben, wenn jeder seine Leistung bringt.»

Nun kommen die ZSC Lions

Am Freitagabend, 5. Dezember, bestreitet der HCD bereits sein nächstes Heimspiel: Dann empfängt er um 19.45 Uhr den ­Titelverteidiger, die ZSC Lions. Am Sonntag geht es für die Davoser weiter nach Freiburg zum Gastspiel gegen Fribourg-Gottéron. Nächste Woche ruht der ­Meisterschaftsbetrieb. Die Schweizer National­mannschaft spielt im Rahmen der Euro Tour in Zürich gegen Schweden, Tschechien und Finnland. Mit Blick auf den nahenden Spengler Cup bot Nati-Trainer Patrick Fischer keine Davoser auf. Als einziger HCD-Spieler wird Matej Stransky mit Tschechien dabei sein.

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