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Zukunftslösung für Pischa gesucht

Die Davoser Pischabahn braucht einen neuen Betreiber. Die Sportbahnen Pischa AG und deren Hauptaktionärin DKB ziehen sich im Frühling 2027 aus dem defizitären Betrieb zurück. Ein neuer Investor und Betreiber könnte Pischa übernehmen. Findet sich keiner, wird die Bahn abgebrochen.

Davoser
Zeitung
30.07.25 - 17:00 Uhr
Ereignisse
Findet sich kein neuer Betreiber, wird Pischa zurückgebaut.
Findet sich kein neuer Betreiber, wird Pischa zurückgebaut.
zVg/DKB
In den späten Sechzigerjahren gebaut, muss die Pischabahn an der Flüela-Passstrasse bei Davos spätestens 2031 neu gebaut werden. Eine weitere Revision der Anlage würde die gestiegenen Sicherheitsanforderungen nicht mehr erfüllen. Da die Bahn auch nach einem Neubau nicht rentabel betrieben werden könnte, wollen sich die Sportbahnen Pischa AG und ihre Hauptaktionärin Davos Klosters Bergbahnen AG (DKB) aus dem Betrieb zurückziehen.

Der Rückzug erfolgt im Frühling 2027. Bis dahin suchen die heutigen Betreiber Interessenten, die die Bahn übernehmen und die notwendigen Investitionen tätigen könnten. Neben der Bahnanlage und ihren Tal- und Bergstationen umfasst Pischa auch eine Landreserve an der Talstation, ein Chalet-Restaurant und eine grosse Anzahl an gedeckten und offenen Parkplätzen. Das Areal an der Talstation liegt in der Tourismuszone und kann entwickelt werden. Mit der Suche nach neuen Investoren und Betreibern öffnen DKB und Pischa AG bewusst die Tür für neue Ideen und Geschäftsmodelle, um die Pischa anders zu betreiben, als die DKB es tun kann. Falls es nicht gelingen sollte, einen Investor und Betreiber zu finden, würde die Seilbahn ab 2027 abgebrochen. Die Pischa Sportbahnen AG hat dazu ­erste Rückstellungen gemacht.

Der Betrieb der Pischabahn ist seit Jahrzehnten defizitär. Die Skilifte im Gebiet wurden bereits zurückgebaut. Die Bahn wird seit 2015 im Winter als alternatives Schneesportangebot zum Freeriden, Schneeschuhlaufen, Winterwandern, Fatbiken, Airboarden und für Skitouren betrieben. Pischa generiert etwa eineinhalb Prozent der DKB-Ersteintritte und gehört damit nicht zu deren Hauptskigebieten.

Um den Betrieb aufrechterhalten zu ­können, wird Pischa von der Hauptaktionärin DKB Jahr für Jahr finanziell unterstützt. Eine Grossinvestition für den Neubau der Seilbahn kann aber nicht ­finanziert werden, denn sie wäre wirtschaftlich nicht nachhaltig. Die DKB konzentriert ihre Investitionen vor allem auf ihre Hauptskigebiete.

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