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Zweitheimische setzen auf Dialog

Vergangene Woche hat sich der Verein der Zweitheimischen im Kongresszentrum zur Mitgliederversammlung getroffen. Dominierendes Thema war die Abschaffung des Eigenmietwerts.

Davoser
Zeitung
24.02.26 - 12:00 Uhr
Ereignisse
Mitgliederversammlung im Kongresszentrum.
Mitgliederversammlung im Kongresszentrum.
zVg
In Davos gibt es bekanntlich mehr Zweit- als Erstwohnungen. Der Anteil liegt bei rund 60 Prozent. So ist es nicht verwunderlich, dass sich die Zweitheimischen bereits im Jahr 2009 zum «Verein Zweitwohnungsbesitzer Region Davos» zusammengeschlossen haben. Der Verein vertritt die Interessen der Zweitwohnungsbesitzer in der Region Davos. Er stärkt ihre Mitwirkung, fördert Dialog, Standortqualität und attraktive Rahmenbedingungen. Dies sei wichtig, denn bekanntermassen haben die Zweitheimischen kein direktes Mitspracherecht in der Gemeinde. Deshalb sei es essenziell, einen konstruktiven Dialog mit der Gemeinde und den Einheimischen zu führen, erklärte Reto Baruffol, abtretender Präsident des Vereins, an der Versammlung. Das Wichtigste sei, dass die Interessen der Zweiheimischen angehört und ernst genommen würden. Durch die gute Arbeit in den letzten 17 Jahren sei dies auch der Fall.

Kompensation definitiv – Überkompensation auf keinen Fall

«Gerade beim Thema Eigenmietwert wollen wir mitreden», meinte Baruffol. Es sei ein sehr wichtiges Thema. «Es ist klar, dass die Steuerausfälle kompensiert werden müssen. Aber auf keinen Fall überkompensiert. Uns ist es ein Anliegen, dass Davos wirtschaften und die Infrastruktur so instand gehalten werden kann.» Man wolle gemeinsam das Beste für den Ort. Deshalb wolle man als Verein in den zuständigen Gremien vertreten sein. Das dies der Fall sein werde, habe Landammann Philipp Wilhelm aber bestätigt. Was nun aber mit der Abschaffung des Eigenmietwerts genau passiert, ist schwierig zu sagen, da das Ganze erst mal beim Kanton liegt.

Stabile Finanzen und ein neuer Präsident

Es wird ein Thema sein, dass die Zweitheimischen noch einige Zeit beschäftigen wird. Anpacken wird das Ganze unter anderem der neugewählte Präsident Werner Peyer. Dieser übernimmt das Amt von Baruffol, dessen Amtsdauer ihr Ende erreicht hat. Peyer kann einen stabilen Verein übernehmen. Doch machte Baruffol noch darauf aufmerksam, dass es wichtig sei, mehr Mitglieder zu akquirieren. Zurzeit habe der Verein rund 460 Mitglieder, dies sei nicht schlecht, kämen doch jährlich neue dazu. Aber, wenn man auf die Anzahl an Zweitwohnungen blicke, könnten es doch einige mehr sein. Denn gerade in Davos, wo Zweitwohnungen prägen, bleibt der Dialog entscheidend, und je mehr Menschen an diesem teilnehmen, desto konstruktiver kann er geführt werden.

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