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Vogelgrippe in der Schweiz – für Davos kein Grund zur Sorge

Die Vogelgrippe beschäftigt derzeit mehrere europäische Länder, auch in der Schweiz wurden in den vergangenen ­Wochen einzelne Fälle bei Wildvögeln verzeichnet.

Davoser
Zeitung
13.12.25 - 12:00 Uhr
Klima & Natur
Vogelgrippe in der Schweiz.
Vogelgrippe in der Schweiz.
zVg
Betroffen waren unter ­anderem die Kantone Zürich, Bern und St. Gallen. Graubünden blieb bislang ­ohne bestätigten Nachweis. Die Ende ­November vom Bundesamt für Lebensmittelsicherheit und Veterinärwesen (BLV) erlassenen Vorsorgemassnahmen gelten jedoch für die gesamte Schweiz.

Vorsorgemassnahmen in der Schweiz

Die Schutzmassnahmen betreffen vor allem Geflügelhaltungen – also professionelle Betriebe und private Hühner-, Enten- oder Gänsebestände. Ziel ist es, den Kontakt zwischen Hausgeflügel und Wildvögeln möglichst zu verhindern. Wer Tiere hält, muss Ausläufe abdecken, Futterstellen schützen und auf konsequente Hygiene achten. Für die breite Bevölkerung besteht kein Anlass zur Sorge. Die Massnahmen betreffen nicht Heimvögel wie Wellensittiche, Kanarien oder Papageien. Wer einen Vogel in der Wohnung hält, muss keine Angst haben – sie gehören nicht zur Risikogruppe, solange sie keinen direkten Kontakt zu Wildvögeln haben. Auch für Menschen gilt: Laut BLV besteht kein erhöhtes Risiko, und in der Schweiz sind im aktuellen Ausbruch keine Übertragungen auf Menschen bekannt. Der Konsum von Geflügelfleisch und Eiern bleibt unbedenklich.

Entspannte Lage in Davos

Für Davos und die Region heisst das vor allem: aufmerksam sein, aber entspannt bleiben. Da in Graubünden bislang keine Fälle festgestellt wurden, besteht kein Grund zur Sorge. Wer keine eigenen Vögel hält, ist von den Vorsorgemassnahmen kaum betroffen. Spaziergänge, das Beobachten von Wildvögeln oder das Füttern von Gartenvögeln sind weiterhin problemlos möglich – wichtig ist einzig, kranke oder verendete Tiere nicht anzufassen und solche Beobachtungen den Behörden zu melden.

Neue Infektionen unwahrscheinlich

Das Risiko für Neuansteckungen geht vor allem von Zugvögeln aus, die das Virus während der Herbst- und Frühjahrszüge aus anderen Regionen mitbringen können. Da der Hauptzug nun weitgehend abgeschlossen ist, rechnen Fachleute in den kommenden Wochen nicht mehr mit einer Zunahme der Fälle.

Mit den getroffenen Schutzmassnahmen und dem sinkenden saisonalen Risiko bleibt die Lage für die Bevölkerung ­weiterhin unbedenklich.

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