Bewegte Wochen für Tim Minder
Nach einem Lehr- und Wanderjahr beim HC Ajoie und beim EHC Olten ist Tim Minder zurück beim HC Davos. Der 23-jährige Verteidiger blickt auf bewegte Wochen zurück. Er hat ein klares Ziel: Möglichst oft spielen und damit Schritt für Schritt vorwärts zu einem Stammplatz machen.
Nach einem Lehr- und Wanderjahr beim HC Ajoie und beim EHC Olten ist Tim Minder zurück beim HC Davos. Der 23-jährige Verteidiger blickt auf bewegte Wochen zurück. Er hat ein klares Ziel: Möglichst oft spielen und damit Schritt für Schritt vorwärts zu einem Stammplatz machen.
Das Abenteuer HC Ajoie
Minder hatte im Frühling 2020 als 17-Jähriger aus der Nachwuchsabteilung der ZSC/GCK Lions nach Davos gewechselt. In der Saison 2022/23 bestritt er für den HCD 36 Partien in der National League, oft an der Seite von Magnus Nygren. 40 weitere, inklusive sechs Playoff-Begegnungen, kamen in der folgenden Spielzeit hinzu. Weil der HCD mehrere Top-Verteidiger mit entsprechenden Eiszeiten auch in Über- und Unterzahlphasen hat, entschied sich Minder im Frühling 2024 zum Wechsel an die andere Peripherie der Schweiz, zum HC Ajoie. Er versprach sich im Jura mehr Eiszeit. Die Hoffnungen erfüllten sich nicht. Minder erlebte beim Tabellenletzten eine schwierige Zeit. «Wenn man fast immer verliert, schwindet das Selbstvertrauen», blickt der Verteidiger zurück. «Ich spürte recht schnell, wie sehr ich Davos und den HCD vermisste, wo das ganze Umfeld für mich extrem gestimmt hatte.» Nachdem Headcoach Christian Wohlwend bei Ajoie entlassen wurde und dessen Nachfolger Greg Ireland nicht mehr auf Minder setzte («Das ist Teil des Business», so der Verteidiger), folgte er nach 28 Partien Wohlwend für den Rest der Saison zum EHC Olten in die Swiss League.
Die grosse Leere im Frühling
Im vergangenen Frühling stand Minder ohne Club und Vertrag da – für ihn eine neue, spezielle Situation: «Am Anfang machte ich mir viele Gedanken. Irgendwann wurde ich ruhiger und vertraute darauf, dass für mich schon noch etwas Gutes herausschauen würde.» Minder schuftete allein im Kraftraum an seiner Kondition. Für das Eistraining schloss er sich einer Gruppe um Christian Rüegg an, zu der unter anderem auch die Schweizer NHL-Spieler Timo Meier und Philipp Kurashev sowie Schweden-Legionär Dominik Egli gehörten. «Ich konnte brutal profitieren», stellt Minder fest. Im Juli folgte seine Anfrage bei Josh Holden und Jan Alston in Davos. Den Rest siehe eingangs dieser Geschichte.
«Das macht Freude»
Bislang kam Minder in dieser Saison beim Meisterschaftsleader in zehn Partien und durchschnittlich 11:34 Minuten zum Einsatz. Am letzten Samstag liess er sich beim 6:1-Heimsieg gegen die Rapperswil-Jona Lakers beim fünften Davoser Tor mit einem präzisen Steilpass auf den Torschützen Valentin Nussbaumer seinen ersten Skorerpunkt notieren. Minder spricht von «einem sehr schönen Gefühl, besonders wie all meine Mitspieler zu mir kamen und mir auf den Helm klopften. Das macht Freude.»
Der HCD-Rückkehrer lobt die «sehr gute Kommunikation» zwischen seinen Coaches und ihm. Die Feedbacks seien für ihn sehr wertvoll. Videosequenzen und Clips analysiert er regelmässig minuziös mit Klas Östman, dem Verantwortlichen für die Davoser Verteidiger. «Sie bringen mich extrem weiter», betont Minder. Seine (Saison-)Ziele hat der 23-Jährige mit HCD-Headcoach Holden definiert. «Ich habe das Gefühl, dass ich auf einem guten Weg bin und mich schon recht weiterentwickelt habe», sagt Minder nach seiner vertragslosen Leere im Frühling inzwischen wieder zuversichtlich. «Es läuft alles nach Plan.» Kein Geheimnis macht er um seinen langfristigen Fokus: «Stammspieler beim HCD werden.»
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