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Monstein: Kleine Schule – grosse Zukunft

Die Schule Monstein leidet gegenwärtig an einer leichten Unterbesetzung, was die Schülerzahl angeht. Unter anderem auch deshalb wurde die IG Monstein ins Leben gerufen, die sich für die Wiedereinführung einer Tagesschule einsetzt.

Pascal
Spalinger
28.12.25 - 12:00 Uhr
Leben & Freizeit
Einer der traditionellen Anlässe im Monsteiner Schulkalender ist das Weihnachtsbaum-Holen für die Bevölkerung. Wer welchen Baum erhält, entscheidet das Los.
Einer der traditionellen Anlässe im Monsteiner Schulkalender ist das Weihnachtsbaum-Holen für die Bevölkerung. Wer welchen Baum erhält, entscheidet das Los.
zVg
Gerade mal sieben Kinder besuchen derzeit die Monsteiner Schule – eine sehr geringe Zahl. Nun möchte die vor rund zwei Monaten gegründete IG Monstein erreichen, dass die Fortführung des Unterrichts mittels Tagesschule sichergestellt werden kann. Laut der IG ist zudem geplant, dank gezielter Werbung Familien in freie Wohnungen nach Monstein zu locken. «Monstein bietet jungen Familien viel Platz zum Wohnen, Ankommen und Wachsen. Ein Dorf mit Herz, das Kindern Sicherheit und Freiraum gibt und Eltern das Gefühl von

Kleine Klassen bieten auch Vorteile

Tatsächlich stehen in Monstein noch einige Wohnungen leer und könnten gekauft oder gemietet werden. Und die Schule ­wäre unter anderem für Kinder geeignet, die beispielsweise in einer grossen Klasse Mühe haben. Denn dank der kleinen Klassengrösse können sich die Lehrpersonen mehr Zeit für die individuellen Probleme der Buben und Mädchen nehmen. Und da die Monsteiner von der 1. bis zur 6. Klasse im gleichen Schulzimmer unterrichtet werden, profitieren die jüngeren Kinder von den älteren. Denn Letztgenannte übernehmen Verantwortung und können somit ihre sozialen Kompetenzen stärken. Und nicht zuletzt fördert der Alltag in kleinen Gruppen Mut und Verantwortungsgefühl des oder der Einzelnen. Jüngere oder eher scheue Schülerinnen und Schüler fühlen sich geborgen, können aber auch daran wachsen, viel selbst unternehmen zu können. Denn die Monsteiner sind aktive Schülerinnen und Schüler: Erst kürzlich unterstützte man unter Leitung von Klassenlehrerin Tamara Guler Weltcup-Abfahrerin Jasmine Flury – die einst ebenfalls in Monstein die Schulbank drückte – in St. Moritz bei deren Weltcup-Debut nach langer Verletzungspause.

Die angestrebte Wiedergeburt der Monsteiner Tagesschule – die unter Hans Laely einst beliebt war – soll aber auch eine verlässliche Tagesstruktur bieten: Die Schülerinnen und Schüler würden zum Beispiel die Mittagspause bei Familien verbringen. Und auch nicht zu verachten: Der Fahrplan des öffentlichen Verkehrs ist auf die Schulzeiten abgestimmt.

In ein paar Jahren werden dann wieder genügend Monsteiner Kids in die Schule kommen. Bis dahin hoffen die Verantwortlichen, auf diese Art drei oder vier zusätzliche Kinder gewinnen zu können. Ab sofort sind Schnuppertage, eine definitive Anmeldung bis zum 6. Februar möglich. Auskunft gibt Tamara Guler (tamara.guler@schuledavos.ch).

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